Frauensportgruppe des DJK Kelberg wird 50 Jahre alt

Verein : Nette Damen mit sportlichem Elan

Eine Frauensportgruppe gibt es in Kelberg seit 50 Jahren. Zwei Frauen sind seit der Gründung der DJK-Gruppe dabei. Monika Kapell ist ihre Übungsleiterin. Sie trainiert die Gruppe seit dem Jahr 1972.

Als junge Lehrerin war Monika Kapell 1971 mit ihrem Ehemann Alois Kapell nach Kelberg gekommen – beide mit enger Verbundenheit zum DJK-Sport (die Abkürzung DJK steht für „Deutsche Jugendkraft“) in ihrer Oberweseler Heimatstadt. Zu dem Zeitpunkt gab es an ihrem neuen Wohn- und Wirkungsort seit ein paar Jahren eine Frauensportgruppe. Margret Kreusch hatte sie 1969 als zweite örtliche DJK-Gruppe neben dem seit 1926 bestehenden Fußballverein für Männer ins Leben gerufen. Machte doch die Turnhalle der neu erbauten „Mittelpunktschule“ es möglich, ganzjährig Sport zu treiben. Nach dem Weggang von zwei als Übungsleiterinnen tätigen Schulsportlehrerinnen warb der damalige DJK-Vorsitzende Hermann Molitor 1972 Monika Kapell als Nachfolgerin an. Seither an ihrer Seite als Abteilungsleiterinnen, Organisatorinnen und Vertreterinnen: Margret Kreusch (bis 2006) und Hiltrud Schäfer (seit 2006).

Heute, 47 Jahre später, als Lehrerin im Ruhestand, Mutter von vier erwachsenen Kindern und in Erwartung des sechsten Enkelkindes, 71 Jahre jung, ist Monika Kapell immer noch in dieser Aufgabe aktiv. Montag für Montag - außer in den Schulferien - ist die Turnhalle das Terrain ihrer sportlichen Frauen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren. Um die 20 sind es aktuell, bis zu 40 waren es zuweilen.

Die erste Stunde ist der Gymnastik gewidmet; wer dann noch Zeit und Lust hat, hängt eine weitere Stunde Volley- oder Faustball dran. Neben dem Montagssport gab es als weitere Aktivitäten in schneereichen Wintern den Skilanglauf, später Jahr für Jahr den Erwerb des Sportabzeichens sowie Fahrradtouren. Seit einigen Jahren werden während der Schulferien montags gemeinsame Abendspaziergänge unternommen.

Zur Pflege der Gemeinschaft fanden Ausflüge und Wanderungen statt. Schiffstouren seien darunter gewesen und eine „halsbrecherische“ Kutschfahrt, erzählt Monika Kapell. Fest auf dem Plan der Frauensportgruppe stehen „Bowle statt Gymnastik“ am letzten Montagabend vor den Sommerferien und die Weihnachtsfeier.

Bei dieser Weihnachtsfeier tritt seit 50 Jahren Gisela Faber in Gestalt des Heiligen Nikolaus auf (und lobt und tadelt, was es zu loben und zu tadeln gibt). Genau so lange, wie es die Frauensportgruppe gibt, ist die heute 80-Jährige Mitglied. Als junge Mutter von Zwillingstöchtern hatte Gisela Faber das Angebot angenommen und sagt heute noch: „Es tut mir gut, und es macht mir Spaß.“ Die Gymnastik und das Ballspiel seien zwei sehr intensive Stunden, Monika Kapell sei eine vorbildliche Trainerin. Genauso lange ist auch Renate Krämer (78) mit von der Partie. Zusammen mit Monika Kapell startete Anita Marx (70) ihre Mitgliedschaft. Sie sagt: „Der Sport und die Gemeinschaft wirken sich positiv auf meine Gesundheit, meine Fitness und mein allgemeines Befinden aus.“

Erst seit einem Jahr ist Regina in der Frauensportgruppe. Die 67-Jährige möchte nur ihren Vornamen in der Zeitung lesen. Sie erzählt, wie sie im vorigen Sommer im Freibad in Kelberg von dem DJK-Angebot erfahren und sich nach einem Probetraining inzwischen der Gruppe fest angeschlossen habe. „Eine Übungsleiterin, die uns fordert, aber nicht überfordert, und lauter nette Damen in den verschiedensten Fitnessstufen und mit den unterschiedlichsten Wehwehchen“, so bringt sie den Montagabendsport auf den Punkt.

Das Archivbild zeigt Gisela Faber als Heiligen Nikolaus, die bei der Weihnachtsfeier der DJK-Frauensportgruppe Monika Kapell (vorne links) und Margret Kreusch (rechts) beschenkt. Bis heute sind die Damen fit wie der legendäre Turnschuh. Monika Kapell (vorne rechts) trainiert die Frauen in der von Hiltrud Schäfer (vorne Zweite von rechts) geführten Abteilung. Foto: Brigitte Bettscheider

Was wohl noch gut und gerne so weitergeht, vertraut man auf Monika Kapells Wunsch zum Jubiläum: „dass wir mit Zuversicht, Gesundheit und sportlichem Elan in die nächsten 25 Jahre gehen“.

Mehr von Volksfreund