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Frist für die Beantragung neuer Leader-Förderperiode hat begonnen.

Projektförderung : Kleine und große Projekte werden in der Vulkaneifel wieder übers Leader-Programm gefördert

Über das europäische Leader-Programm sind viele Projekte umgesetzt worden. Die Frist für die Beantragung in der neuen Förderperiode hat begonnen.

(ako). In Bleckhausen gackern fröhliche Dorfhühner, rund um Kelberg machen Stahlskulpturen den Kamillentraut-Wanderweg zu einem Erlebnis, in der Verbandsgemeinde Gerolstein kann man sich auf „smarten“ Sitzbänken per Hotspot mit dem Internet verbinden oder den Handy-Akku laden. Es ist also einiges los in der Vulkaneifel – doch wie werden diese kleinen Ideen eigentlich finanziert?

All das sind Beispiele für Projekte, die von Bürgern angestoßen und im Rahmen des sogenannten Leader-Programms umgesetzt wurden. Wofür steht die Abkürzung? Sie klingt englisch, ist aber französisch: Die Abkürzung steht für „Liaisons entre actions de développement de l‘économie rurale“. Zu deutsch: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

Man muss also nicht auf die Entscheidungen „von denen da oben“ warten, bis sich im Alltag etwas tut. Die mal kleine, mal große Verbesserung von Wohn-, Lebens- und Arbeitsumständen in der Vulkaneifel können Einzelne, Initiativen oder Unternehmen selbst auf den Weg bringen und bekommen dafür Unterstützung seitens der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel, wenn die Idee überzeugt und Fördermittel benötigt werden. Aus den Töpfen der EU nämlich können konkrete Maßnahmen unterstützt werden, die im Alltag vor Ort positiv spürbar sind.

Die neue Förderperiode startet mit Aufrufen verschiedener Fördermöglichkeiten: für ehrenamtliche Bürgerprojekte mit einem Festbetrag bis maximal 2000 Euro, für Projekte mit so genanntem Regionalbudget von bis zu 20 000 Euro; für Projekte mit Bedeutung für die gesamte Lokale Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE) der Vulkaneifel.

Was auf den ersten Blick etwas bürokratisch klingt, ist in der Lebenswirklichkeit ganz handfest und macht Menschen aller Altersklassen Spaß. Es bringt Kultur aufs Dorf oder erleichtert alltägliche Herausforderungen. Freizeitaktivitäten wurden bereits ebenso gefördert wie Dinge, welche die Infrastruktur betreffen. Naturschutz oder Sport, Digitales oder Traditionelles… all das und noch viel mehr kann Thema eines förderfähigen Projektes sein.

Mit dem Regionalbudget, das bis zu 20 000 Euro pro Projekt hoch ist, entstand 2020 beispielsweise auch die E-Bike-Ladestation vor der Kreisverwaltung. Einheimische und Touristen profitieren von der neuen Video-Animation im Manderscheider Maar-Museum, welches das Urpferd zum Leben erweckt. Der Burgenklettersteig Manderscheid, ein Projekt zur Nutzung und Vermarktung von Streuobstwiesen oder ein Nutzungskonzept für die Burgruine Ulmen sind Beispiele für Projekte, die 2020 gefördert wurden.

Aber es geht auch klein und ehrenamtlich, initiiert von Vereinen oder engagierten Bürgern: Das Kelberger Familienprojekt erhielt Förderung für eine Außenküche, die Naturerlebnistage oder andere Outdoor-Aktivitäten attraktiver macht. In Udler wurde das eifeltypische Heiligenhäuschen restauriert. In einem brachliegenden Gelände bei Berenbach entstand ein essbarer Waldgarten für alle Altersgruppen, für Kräuterkurse und mehr. In Höchstberg wurden Obstbäume für Neugeborene und Schulkinder angepflanzt.

Die Projekte mit einem Förderumfang von bis zu 400 000 Euro können noch bis zum 3. Mai in Form einer Projektskizze eingereicht werden. Am 27. Mai entscheidet sich, welche von ihnen durch die LAG Vulkaneifel ausgewählt werden und Förderung erhalten. Ehrenamtliche Bürgerprojekte mit jeweils bis zu 2000 Euro Förderung können bis zum 5. März eingereicht werden, ebenfalls als Projektskizze. Hier entscheidet die LAG am 8. April.

Nähere Informationen gibt es auf www.leader-vulkaneifel.de.