Froher Verkünder der frohen Botschaft

Froher Verkünder der frohen Botschaft

Sieben Jahre war der Priester Axel Maria Kraus als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Daun tätig. Jetzt geht er als Kranken- und Altenseelsorger in seine saarländische Heimat. Den Abschiedsgottesdienst in der Nikolauskirche feierten mehr als 500 Pfarrangehörige mit ihm.

Daun. "Das ist der stärkste Beweis dafür, dass Du die Herzen der Menschen erobert hast", sagte dem beliebten Pfarrer zu Beginn des Gottesdienstes der stellvertretende Dechant Klaus Kohnz mit Blick auf Hunderte Gläubige allen Alters und ein Dutzend Fahnenabordnungen aus den zwölf zu Daun gehörenden Pfarreien. An Kraus\' und Kohnz\' Seite standen der frühere Dauner Dechant Ludwig Gödert und der Vikar Oko Ohajuobodo am Altar - und über 50 Messdiener. Axel Maria Kraus sei ein Mensch des Humors, er lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage, und er sei ein froher Verkünder der frohen Botschaft, beschrieb Klaus Kohnz den 54-jährigen Geistlichen, der seinerzeit als "Spätberufener" ins Priesterseminar eingetreten und 1987 in Trier geweiht worden war. Bevor Kraus als Kooperator nach Daun kam, war er Militärgeistlicher. Neben der Seelsorge hält er Vorträge und Seminare zur Erfolgsphilosophie im In- und Ausland. Von seiner rhetorischen Kunst sind auch seine Predigten geprägt. "Achten Sie auf Ihre Stärken, lassen Sie sich nicht die Flügel stutzen, glauben Sie an sich selbst", gab er beim Abschiedsgottesdienst den Menschen aus Daun und den Dörfern mit auf den Weg. "Ich wünsche mir nicht, dass Sie Sieger werden", predigte er. "Gehen Sie noch einen Schritt weiter und werden Sie Überwinder."
Dass Pastor Kraus die Liturgie "mit Herz und Humor und zügig" gefeiert habe, berichtete der Dauner Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hans-Georg Hoffmann. Kraus\' offene und freundliche Art werde sehr geschätzt. Und erst die Lollis, die er nach jedem Gottesdienst an die Messdiener und Kinder verteilt habe! "Heute bekommen Sie einen Lolli von uns geschenkt, und zwar den größten, den wir auftreiben konnten", sagte Hoffmann unter dem Beifall der Gottesdienstgemeinde. Pfarrer Kraus, sichtlich gerührt, meinte: "Ich bin ein echter Kirchenmann und nehme, was ich kriegen kann." bb