Fünf Feier-Tage stehen bevor

Fünf Feier-Tage stehen bevor

DAUN. Mit der Laurentius- Kirmes steht das Dauner Fest der Feste vor der Tür. Vom 5. bis 9. August werden sich wieder tausende Besucher in der Kreisstadt bei der Kirmes vergnügen.

Zwei Jahre ist es her, dass die Dauner Kirmes überregional in die Medienberichterstattung geriet, als eine damals 14 Jahre alte Schülerin ums Leben kam. Sie war in über 60 Meter Höhe aus einer Bungee-Kugel in die Tiefe gestürzt, weil die Schausteller sie nicht angeschnallt hatten. Im Februar dieses Jahres hatte das Trierer Landgericht deshalb fünf Schausteller zu Bewährungsstrafen zwischen eineinhalb und zwei Jahren verurteilt. Im vergangenen Jahr war dieses tragische Ereignis noch ein großes Gesprächsthema im Vorfeld der Kirmes, und auch in diesem Jahr wird sicher mancher noch einmal daran denken, denn in Vergessenheit geraten ist der Vorfall nicht.Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich

Nun steht die Kirmes, eines des größten Volksfeste der Region, wieder vor der Tür, und es werden viele Gäste in Daun erwartet. Genaue Zahlen der Besucher an den fünf Kirmestagen gibt es nicht, aber sie dürfte sich im unteren fünfstelligen Bereich bewegen. Eröffnet wird das Fest am Samstag, 5. August, um 16 Uhr im Forum. "Es gibt Freibier und natürlich auch alkoholfreie Getränke für alle", kündigt Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen an. Dazu spielt der Musikverein Daun. Am Abend wird der Nachthimmel von Daun vom traditionellen Feuerwerk erleuchtet. Für die Besucher des Feuerwerks am Kirmessamstag verkehrt von den umliegenden Ortschaften zu Preisen von 1,50 Euro für die einfache Fahrt und 2,50 Euro für eine Hin- und Rückfahrt ein Pendelbus. Musikalische Unterhaltung wird auf drei Bühnen angeboten: im Kurzentrum vor dem Hallenbad, in Höhe des Marktplatzes und vor dem Kino. Besonders familienfreundlich präsentiert sich die Kirmes wieder am Dienstag, 8. August. Bis 19 Uhr gelten für die Fahrgeschäfte verbilligte Preise. Höhepunkt und Abschluss der Kirmes ist der 9. August mit dem Laurentiusmarkt. Auf rund 3000 Metern bauen etwa 300 Händler ihre Stände auf. Für die Verpflichtung der Schausteller und Vereine bei der Kirmes sind Ewald Adams, Leiter der Ordnungsabteilung, und seine Mitarbeiterin Marita Göden bei der Verbandsgemeinde-Verwaltung Daun zuständig. "Schon im Dezember liegen immer viele Bewerbungen vor. Es gibt zudem eine Vorgabe der Stadt, ortsansässigen Getränke- und Imbissständen den Vorrang zu geben", erklärt Adams. Das Standgeld, das die Vereine und Schausteller bezahlen müssen, liegt zwischen 200 und 900 Euro. Was Adams aber jedes Jahr Kopfzerbrechen bereitet, sind die beengten Verhältnisse der beiden Plätze und in der Leopoldstraße. "Flächenmäßig haben wir nicht die besten Voraussetzungen, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen", sagt Ewald Adams. Grundsätzlich bekommen langjährige Schausteller den Zuschlag zur Kirmes, lediglich drei Plätze, wo die Fahrgeschäfte frei wählbar sind, stehen zur Verfügung. Adams: "Es ist manchmal schwierig, etwas zu finden, das die richtige Größe hat. Und man kann bei der Auswahl nicht mehr aus dem Vollen schöpfen." Die Stadt hat diesmal Verträge mit 60 Schaustellern und Vereinen für die Kirmes abgeschlossen, was sich im normalen Rahmen bewegt. In den vergangenen Jahren, wo das Kirmesgeschäft immer härter geworden ist und der Euro den Besuchern nicht mehr so locker in der Tasche sitzt, bekommt Adams immer öfter vor der Kirmes zusätzliche Arbeit. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer öfter das Problem, dass Schausteller kurzfristig absagen, weil sie in einer anderen Stadt einen attraktiveren Platz haben." Das ist nicht immer einfach, da die Platzverhältnisse nicht jedes Gerät zulassen. "Die Konsequenzen aus der Absage müssen die Betreiber tragen. Sie müssen in diesem Fall ein Strafe zahlen, wobei dies ohne Rechtsverfahren manchmal nicht geht", erzählt Adams.