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Für CDU tritt Thomas Scheppe bei Bürgermeisterwahl in der VG Daun

Bürgermeisterwahl : Thomas Scheppe (CDU)

In „normalen Zeiten“ hätte der Trierische Volksfreund die Kandidaten, die bei der Wahl des neuen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde (VG) Daun am 29. November antreten, zum direkten Aufeinandertreffen auf großer Bühne gebeten. Was wegen der Corona-Bestimmungen aber leider nicht möglich ist. So hat sich der TV mit den Kandidaten einzeln getroffen.

Mit 32 Jahren ist Thomas Scheppe, den die CDU nominiert hat, der jüngste der drei Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Werner Klöckner als VG-Bürgermeister bewerben. Also in dem Alter, in dem der frühere Verwaltungschef vor bald 30 Jahren (1992) nach Daun kam, zunächst als hauptamtlicher Beigeordneter, dann ab 1994 als Bürgermeister. 26 Jahre lang hatte Klöckner das Amt inne, und Scheppe weiß um die großen Fußstapfen, „die er hinterlassen hat und in die ich trete, sollte ich gewählt werden.“ Und will als Verwaltungschef an vieles von dem anknüpfen, was Klöckner hinterlassen hat. „Viele wichtige Entwicklungen in unserer VG sind im Rahmen des WEGE-Prozesses auf den Weg gebracht worden. Ich kann es einschätzen, denn ich begleite das Ganze seit elf Jahren als Mitglied des VG-Rats.“

Scheppe sitzt nicht nur in diesem Gremium, sondern auch im Kreistag Vulkaneifel und im Ortsgemeinderat Darscheid. Dort lebt er seit einiger Zeit mit seiner Partnerin, aufgewachsen ist er mit seinen beiden Geschwistern in Saxler auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern.

Was hat für ihn erste Priorität, sollte er sich gegen die Mitbewerber  durchsetzen? „Durch die Arbeit im VG-Rat weiß ich um die angespannte Personalsituation in der VG-Verwaltung. Da gilt es vor allem anzusetzen und gemeinsam mit den Mitarbeitern Lösungen zu finden für einen bürgernahen und serviceorientierten Ablauf“, sagt Scheppe.

Der christdemokratische Bürgermeisterkandidat hat wie seine Mitbewerber Abitur am Thomas-Morus-Gymnasium Daun gemacht und nach dem Wehrdienst und einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank RheinAhrEifel berufsbegleitend BWL studiert. Seit mehreren Jahren ist er in der Wirtschaftsprüfung tätig. Zu seinen Aufgaben als Teamleiter zählen Beratung und Prüfung von Kreditinstituten. Beruflich ist er deshalb viel unterwegs, aber ein Abschied von der Eifel war „nie ein Thema für mich.“ Wohl auch, weil Scheppe seit 16 Jahren Feuerwehrmann ist.

Was den für die VG so wichtigen Bereich Tourismus angeht, „sind wir auf einem guten Weg, auch mit dem Gesundland Vulkaneifel. Aber was die Infrastruktur angeht, ist sicher noch einiges zu tun. Aber das mit Maß und Ziel, also schauen, was mach- und vor allem finanzierbar ist.“ Freizeit war in jüngster Vergangenheit eher ein Fremdwort für den 32-Jährigen. Wegen des Wahlkampfs mit Besuchen in fast allen Orten (solange die Corona-Bestimmungen das noch zuließen) der VG und in Betrieben, aber auch, weil „meine Partnerin und ich gerade ein Haus in Darscheid kernsaniert haben, gibt es auch hier immer etwas zu tun.“ Zum Ausgleich geht’s aufs Mountainbike, „da liegen die schönsten Strecken ja direkt vor meiner Haustür.“