1. Region
  2. Vulkaneifel

Für die Reparatur und Reinigung der Hillesheimer Kirchenorgel werden noch Spender gesucht.

Sanierung : Auch eine Königin braucht mal Pflege

Um die Reparatur und Reinigung der wertvollen Hillesheimer Kirchenorgel zu finanzieren, läuft seit einem Jahr eine Spendenaktion. Und es sind ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Die drei Männer, die sich an diesem Vormittag auf der Empore der Hillesheimer St. Martin-Pfarrkirche an Einzelteilen der Orgel zu schaffen machen, sind ausgewiesene Experten – jeder auf seine Weise. Da ist der Orgelbaumeister Hubert Fasen aus Oberbettingen, dem das wertvolle Exemplar aus Wartungs- und Stimmarbeiten in den vergangenen Jahrzehnten bestens bekannt ist und der auch den neuerlichen Auftrag für umfangreiche Reinigungen und Reparaturen erhalten hat. Da ist Norbert Esselen, pensionierter Oberstudiendirektor und ehemaliger Organisator der Niedereher Orgelkonzerte, der die Orgel seiner Heimatkirche ebenfalls in- und auswendig kennt; war er doch bereits bei der letzten großen Sanierung in den 1970er Jahren mit von der Partie. Ebenfalls im Einsatz ist der Hillesheimer Oswald Hennes, der bis zum Ruhestand Mitarbeiter der Orgelbaufirma Fasen war und zudem Organist ist.

Esselen und Hennes stellen ihre Kenntnisse und Zeit ehrenamtlich und unentgeltlich zur Verfügung. Auf der Orgelempore ist Manuel Schmitz aus Hillesheim an diesem Vormittag zwar nicht anzutreffen, denn der junge Mann ist in der Ausbildung zum Orgelbauer bei der Firma Fasen. Doch stelle auch er einen Teil seiner Arbeit ehrenamtlich zur Verfügung, wie Pfarrer Andreas Paul betont.

  So könnten die Gesamtkosten um rund 8000 Euro auf etwa 25 000 Euro reduziert werden. „Da es zu einer Orgelsanierung keine Zuschüsse gibt, müssen wir die Kosten aus Eigenmitteln und Spenden bestreiten“, erklärt der Pastor.

Neben dem Verweis auf das ehrenamtliche Engagement macht er eine weitere erfreuliche Mitteilung: „Seit Beginn der Spendenaktion im Sommer 2019 haben die Hillesheimer bereits rund 10 000 Euro für die Sanierung ihrer Orgel gespendet.“

  Die reparatur- und pflegebedürftige Orgel zählt zu den wertvollsten Instrumenten im Bistum Trier.  Es handelt sich um ein Meisterwerk der Orgelbaufirma Stumm aus dem Jahr 1772, eine Barockorgel mit 28 klingenden Registern, 1650 Pfeifen, drei Koppeln und zwei freien Kombinationen. Nun sind das Orgelgehäuse und die Pfeifen zu reinigen und zu reparieren, ebenso die Windladen, Stöcke, Schleifen und Tonventile. Schimmel muss entfernt, Windanlage und Spieltisch müssen überarbeitet und Dutzende weiterer Maßnahmen getätigt werden – bis zur Intonation und Stimmung als abschließende Schritte.

  Entsprechend des Mottos „Eine Königin braucht Pflege“ kann man auch weiterhin ein „kleines Pflegepaket“ im Wert von 30 Euro oder ein 100 Euro teures „großes Pflegepaket“ spenden. „Und natürlich jeden weiteren beliebigen Betrag“, sagt Pastor Paul.

Wer einen Spendenbeitrag zur Orgelsanierung leisten möchte, kann auf folgendes Konto der Kirchengemeinde Hillesheim bei der Volksbank Eifel überweisen: IBAN: DE95586601010001033816, Verwendungszweck: Spende für die Königin. Zuwendungsbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt können ausgestellt werden. Kontakt: Pfarramt Hillesheim, Graf-Mirbach-Platz 15, 54576 Hillesheim, Telefon 06593/343, E-Mail: pfarramt.hillesheim@t-online.de.