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Für die Stadt ist Warmbad-Reaktivierung im Hallenbad Daun eine Option

Gesundheit : Thema Warmbad lässt die Stadt Daun nicht kalt

Reaktivierung der Einrichtung im Hallenbad ist nach wie vor eine Option, aber dafür braucht es Unterstützung.

Als „Kreis- und Kurstadt“ firmiert Daun nach wie vor offiziell, auch wenn das Thema Kur schon lange keine nennenswerte Rolle mehr spielt. An Zeiten, als das noch anders war, erinnert das sogenannte Kurmittelhaus am Rand des Kurparks.

Erinnerungen verbindet auch Wolfgang von Wendt damit, gute und schlechte. Er ist Geschäftsführer des Kneippvereins, dessen Warmwassergymnastik-Kurse viele Jahre im Gebäude am Rand des Kurparks angeboten wurden – bis 2014. „Es war nicht alles schlecht, aber vermissen tun wir das Haus nicht. Mittlerweile haben wir gute Bedingungen für unsere Kurse im Bad des Regina-Protmann-Hauses, wenn nicht gerade Corona alles lahm legt.“

Vor mittlerweile etwa sieben Jahren wurde das Kurmittelhaus geschlossen. In einem Gutachten waren gravierende Mängel aufgelistet worden, 2019 wurde das Gebäude auch noch durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen. Der Komplex (Kurmittelhaus plus Anbau) gehört der Stadt seit 2010, sie zahlte rund 100 000 Euro an die damaligen Besitzer des Dauner Sprudels.

Der Versuch, trotz des Zustands der Immobilie doch noch eine Idee für eine künftige Nutzung zu entwickeln, wurde zunächst nicht komplett aufgegeben. Mittlerweile aber ist klar: In Sachen Kurmittelhaus hat die Stadt einen Schlussstrich gezogen, das Thema ist durch.

Wäre da noch die Option Reaktivierung des Warmbads im Hallenbad. Das wird seit 2007 nicht mehr genutzt. In den vergangenen Jahren hatte es immer mal wieder Gespräche mit dem Kreis Vulkaneifel als Träger des Laurentius-Förderzentrum in Daun gegeben, ob gemeinsam etwas in diese Richtung gemacht werden könnte. Denn ein Warmbad für pädagogische Arbeit mit Kindern mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen ist bei Förderzentren eigentlich Standard. Nicht so in Daun, denn die Schüler werden von dort ins Bad des Hubertus-Rader-Förderzentrums in Gerolstein gefahren. Aber diese Gespräche sind im Sande verlaufen.

Die Stadt hätte aber zumindest gern gewusst, was eine Wiederinbetriebnahme des Warmbads kosten könnte, und dafür auch Geld in die Hand genommen. Was aber von der Kommunalaufsicht gestrichen wurde. Gibt es doch noch mal einen Anlauf? Stadtbürgermeister Friedhelm Marder sagt: „Es gab in jüngster Zeit Termine vor Ort, bei denen ich das Objekt vorgestellt habe. Aber Konkretes ist  nicht herausgekommen. Vielleicht ist ja mit der bevorstehenden Landtagswahl ein Interesse aller politischen Richtungen erkennbar, um eine Realisierung des aus unserer Sicht so dringend benötigten Warmwasserbads zu erreichen. Mit Blick auf die immer wieder angeführte Daseinsvorsorge auch im Bereich Gesundheit halten wir ein solches Bad für absolut notwendig.“