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Funkelnagelneu und farbenprächtig

Funkelnagelneu und farbenprächtig

DAUN. (bb) Der Unterricht im Neubau des St. Laurentius-Förderzentrums hat begonnen. Der erste Schultag wurde von Rektor Alois Mayer feierlich eröffnet, dann war Gelegenheit für Schüler und Lehrer zu einer Erkundung des Gebäudes.

An die Unterbringung von Förderschülern in einem Wohn- und Schlafzimmer der ehemaligen Landratsvilla vor 35 Jahren und an die Baracken bei der ehemaligen Volksschule können sich nur noch Rektor Alois Mayer und ein paar altgediente Lehrer erinnern. Seit 1988 hatte die Schule das frühere Internatsgebäude am Thomas-Morus-Gymnasium als Quartier. Nun gehört auch diese Übergangslösung der Vergangenheit an.Prädikat "besonders wertvoll" für den Rektor

Das St. Laurentius-Förderzentrum in einem "funkelnagelneuen, modernen, großen, farbenprächtigen, behindertengerechten" Neubau am Rosenberg. Mit dieser Charakterisierung eröffnete der Rektor vor der versammelten Schulgemeinschaft den "Tag 1". Wenn auch Pädagogik am und mit einem förderbedürftigen Kind nicht in erster Linie von einem Idealbau abhänge, so sei er doch fest davon überzeugt, dass die Arbeit nun noch intensiver und besser werde, sagte Mayer. Die Förderpädagogik im neuen Gebäude stellte er unter einen seiner persönlichen Leitgedanken: "Nur was ich liebe, kann ich ändern." Konrektor Reinhold Follmann verlieh Mayer für Organisationstalent und Einsatzbereitschaft während der Bauphase und beim Umzug das Prädikat "besonders wertvoll". Eine nette Geste des Schulleiters war es, jedem Klassensprecher einen Blumenstrauß für den Klassenraum zu überreichen. Für das sechste Schuljahr nimmt Johannes die Blumen in Empfang und führt stolz den Zug in den neuen Klassenraum an. Gemeinsam mit seinen Lehrerinnen Daniela Konz, Stephanie Wolff und Dorothea Loy begutachten er und seine Klassenkameraden Andreas, Annika, Corinna, Kevin, Marvin, Mehmet, Meik, Patrick, Sabine und Valerij ihr neues Domizil. "Die Tische sind voll cool", lobt Valerij. "Haben wir auch Rollläden?", will Patrick wissen. Und Mehmet: "Was ist denn in den Schränken?" Geduldig erklären die Lehrerinnen alles, mahnen aber auch: "Ihr müsst jetzt gut aufpassen und euch ziemlich viel Neues merken" und "Denkt bitte morgen an eure Hausschuhe". Daniela Konz befestigt eine Spruchkarte an der Pinwand; darauf steht: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Die Klasse bricht zum Rundgang auf. Durch Flure, deren Wände vanillegelb gestrichen sind, durch Glastüren, die mit Wegweisern in Wort und Bild versehen sind, streifen die Mädchen und Jungen. Sie finden auch die Sporthalle toll. "Haben wir auch an den Basketballkorb gedacht?", fällt Meik ein. Zurück in der Klasse werden zur Feier des Tages die Schülertische zur Frühstückstafel zusammengeschoben. Stephanie Wolff macht auf den wunderschönen Ausblick auf die gegenüberliegende Burg und über die Stadt, die noch im Morgennebel liegt, aufmerksam. Aber heute steht nur die neue Schule im Mittelpunkt. Und das Frühstück. "Gibt es auch Salami?", fragt Johannes seine Lehrerin. An der St. Laurentius-Schule werden 114 Kinder in elf Klassen von 40 Lehrern und pädagogischen Fachkräften unterrichtet und betreut, dazu zählen auch jene Lehrkräfte, die an Grund- und Hauptschulen des Kreises in der integrierten Förderung arbeiten.