Fußballmädchen lernen vom Profi

Kelberg · Ihr gemeinsames Projekt Mädchenfußball haben die DJK Kelberg und die Grund- und Realschule plus Kelberg mit Schnuppertraining und Kleinfeldturnier der Öffentlichkeit präsentiert. Als prominenter Gast war Bundesligaspielerin Lisa Umbach (Schalkenmehren/Bad Neuenahr) dabei.

 Die Bundesligaspielerin Lisa Umbach (vorne) war zu Gast beim ersten Kelberger Mädchenfußballtag mit Silvia Lenz (hinten links) und Markus Müller (Zweiter von links) als Trainern sowie Hans Scherer (Zweiter von rechts) und Johannes Philipp (rechts) als Kooperationspartnern. TV-Foto: Brigitte Bettscheider

Die Bundesligaspielerin Lisa Umbach (vorne) war zu Gast beim ersten Kelberger Mädchenfußballtag mit Silvia Lenz (hinten links) und Markus Müller (Zweiter von links) als Trainern sowie Hans Scherer (Zweiter von rechts) und Johannes Philipp (rechts) als Kooperationspartnern. TV-Foto: Brigitte Bettscheider

"Bleibt am Ball, habt Spaß am Fußball, versucht immer, noch besser zu werden!", appelliert die 18-jährige Lisa Umbach an drei Dutzend Mädchen im Grundschulalter beim Mädchenfußballtag auf dem Sportplatz Kelberg. Über ihren persönlichen Weg in die Bundesliga erzählt die Sportlerin, dass sie in einer Jungenmannschaft in Mehren begonnen habe.Aufstieg in die erste Liga

Vor fünf Jahren war sie bei einem Spiel der Mädchenmannschaft Strohn von einem Trainer des SC 07 Bad Neuenahr gesichtet und zum Probetraining eingeladen worden. Sie wechselte in den Verein, spielt seit 2010 in der ersten Liga, trainiert acht Mal die Woche und hat jeden Sonntag ein Spiel. Die letzten beiden Schuljahre bis zum Abitur absolvierte sie auf dem privaten Gymnasium Kalvarienberg in Ahrweiler, der Eliteschule des Deutschen Fußballbundes.

So weit sind die sechs bis zehn Jahre alten Mädchen, die sich nun zur Autogrammstunde um Lisa Umbach versammeln, natürlich noch nicht. Der Grundstein allerdings könnte gelegt sein. Denn alle sind aktive Fußballerinnen, einige bereits im dritten Jahr. So lange gibt es den Mädchenfußball als gemeinsames Projekt der Grund- und Realschule plus Kelberg und der DJK als örtlichem Sportverein schon. Die Initiative ging seinerzeit von dem DJK-Mädchenbeauftragten Hans Scherer aus, und bei Schulleiter Johannes Philipp kam die Idee gut an. "Es ist ein attraktives Angebot im Rahmen der Ganztagsgrundschule", erklärt Philipp und betont: "Wir nehmen der DJK nichts weg, sondern arbeiten dem Verein zu." Die Kooperation sieht so aus: 30 Mädchen aus erstem bis viertem Schuljahr werden montags nachmittags in einer Arbeitsgemeinschaft der Schule und samstags vormittags im Rahmen der DJK-Angebote trainiert.

"Unsere Tochter ist mit Begeisterung dabei", sagt Manfred Lues aus Kelberg, Vater der neunjährigen Jana. "Ihr Selbstbewusstsein ist gestärkt und ihre Körperkoordination verbessert worden, und sie hat neue Freundschaften geschlossen", erzählt er. Als Trainer am ersten Kelberger Mädchenfußballtag waren Silvia Lenz aus Bitburg, Kerstin Gitzen aus Mosbruch und Markus Müller aus Zermüllen im Einsatz.

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