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Gefährliche Kurven werden entschärft

Gefährliche Kurven werden entschärft

Sicherer und besser soll die Bundesstraße (B) 421 zwischen der Kreuzung Ellscheid/ Steiningen und dem Kreuzungsbereich Gillenfeld/Winkel werden. Bis zum Ende des Sommers werden die Bauarbeiten dauern.

Gillenfeld. Dass der Abschnitt der B 421 von Mehren in Richtung Strotzbüsch gefährlich ist, zeigen die vielen Kreuze am Straßenrand. Zahlreiche Unfälle, darunter einige Tote und Schwerverletzte in den vergangenen Jahren, legen Zeugnis davon ab, dass die Gefahr in den Kurven der Straße besonders von jungen Autofahrern oft unterschätzt wird. Nun soll das Gefahrenpotenzial der Straße während einer mehrmonatigen Bauphase entscheidend entschärft werden, aber auch generell die Straßen wieder auf den neuesten Stand gebracht werden. Die B 421 wird von dem schon ausgebauten Neubaustück in Höhe der Kreuzung Ellscheid/Steiningen im ersten Bauabschnitt bis zur Kreuzung K14 Gillenfeld/Oberwinkel ausgebaut.Nicht ausreichend für heutige Schwertransporte

"Wir werden den alten Straßenbelag vier Zentimeter abfräsen und eine neue Binder- und Deckschicht aufbauen. Die Straße war in einem sehr schlechten Zustand, weil die Deckschicht sich schon von der Binderschicht abheben ließ und überhaupt kein Verbund mehr vorhanden war. Der Aufbau genügte den heutigen Schwertransporten einfach nicht mehr. Deshalb wird jetzt noch eine zusätzliche Bindeschicht dimensioniert, so dass ein standfester Oberbau entsteht", erklärt Raimund Dillbahner, Leiter der Straßenmeisterei Daun/Kelberg die Baumaßnahme. Im Zuge dieser Arbeiten wird dann auch die Sicherheit der Straße verbessert. "Vier besonders gefährliche Kurven werden aufgeweitet und dabei verbreitert, aber nicht begradigt. Die Kurven werden durch die Änderungen entschärft, weil wir in diesem Streckenabschnitt viele schwere Unfälle hatten", erklärt Dillbahner. Auch der gefährliche Kreuzungsbereich Ellscheid/Steiningen wird im Zuge der Maßnahme durch eine versetzte Kreuzungsanlage entscheidend geändert. Autofahrer müssen bis zum Ende des Sommers mit Behinderungen in diesem Bereich rechnen. Dann sollen die Arbeiten beendet sein. Der Verkehr wird während der Bauzeit durch Ampeln einspurig durch die Baustelle geleitet. Die Kosten sind auf 720 000 Euro veranschlagt.