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Gefällte Bäume sorgen für Aufregung

Gefällte Bäume sorgen für Aufregung

Dass der Landesbetrieb Mobilität Gerolstein (LBM) die zwei alten Linden beim Schalkenmehrener Heimwebereimuseum gefällt hat, verärgert den zweiten Beigeordneten der Gemeinde, Peter Hartogh. Die Anwohner plädierten jedoch schon länger für ein Fällen der Bäume wegen der Gefährdung durch herabfallende Äste.

Schalkenmehren. (HG) "Es ist schade, dass mit den Baumfällungen etwas das Dorfbild Prägendes endgültig verschwunden ist", sagt Peter Hartogh, 2. Beigeordneter der Gemeinde Schalkenmehren, enttäuscht. Gemeint sind zwei etwa 90 Jahre alte Linden, die gegenüber dem Heimwebereimuseum an der K 16 standen und die nun vom Landesbetrieb Mobilität Gerolstein gefällt wurden. Viele Bürger, speziell die Anwohner, sind jedoch froh darüber. "Einige Anwohner hatten sich schon bei mir beschwert, dass, wenn da mal ein Ast herunterfällt und jemanden trifft, hier der Teufel los sei. Die wollten beide Bäume schon lange weghaben", sagt Ortsbürgermeister Hans- Günter Schommers.

Die beiden alten Linden standen an der K 16, für die der Kreis zuständig ist. Angesichts der Verkehrsgefährdung und der Gefahr für Fußgänger fragte Schommers deshalb den Gemeindearbeiter, ob er einige der schweren Äste in großer Höhe abschneiden könne. Der wollte dies aber aufgrund der Größe der Äste und Höhe nicht machen. "Wir hätten es von unseren Möglichkeiten also gar nicht geschafft, hier etwas zu tun", so Schommers.

Also wandte sich der Ortsbürgermeister an Raimund Dillbahner, den Leiter der Straßenmeisterei Daun, der aber zunächst ein Gutachten über den Zustand der Bäume anfertigen ließ. Vor wenigen Wochen bekam Schommers dann vom LBM die Nachricht, beide Linden müssten gefällt werden. "Ich wollte eigentlich nur einen Baum abgesägt haben, den anderen hätte ich oben gestutzt, aber ich kann das natürlich nicht beurteilen", erklärt der Ortsbürgermeister. Für Peter Hartogh ist die Fällung der Bäume eine weitere Bestätigung seiner Meinung, die er schon länger von seiner Gemeinde hat. "Schalkenmehren ist baumfeindlich, das habe ich schon öfters gehört", sagt er. Nach seiner Meinung hätten die beiden Bäume nicht gefällt werden müssen, denn im Verhältnis zu anderen an der Straße seien sie noch erhaltenswert gewesen - egal, was ein Gutachter sagt.

Außerdem seien die Bäume von der Kreisverwaltung beim Ausbau der K 16 im Jahre 1986 als besonders schutzwürdig, das Dorfbild prägend und als verkehrsberuhigend eingestuft worden. "Ich weiß nicht, ob es ein gutartiger oder bösartiger Gutachter war, der die Abholzung befürwortet hat. Ich hätte die Linden nur oben gestutzt", so seine Meinung.