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Umwelt: Geld für mehr Hochwasserschutz

Umwelt : Geld für mehr Hochwasserschutz

Das Land hat 2019 den Vulkaneifelkreis mit rund vier Millionen Euro unterstützt. Dieses Geld ist für Vorhaben gedacht, die künftig Überflutungen verhindern sollen.

(red) Eine Welt ohne fließendes Wasser ist heute kaum noch vorstellbar. Doch die Versorgung mit frischem Wasser und die Entsorgung von Abwasser sowie der Schutz von und vor Gewässern sind nicht selbstverständlich, sondern mit enormem Aufwand und Kosten verbunden. Daher unterstützt das Land Rheinland-Pfalz wasserwirtschaftliche Maßnahmen der Kommunen – so auch im Kreis Vulkaneifel.

Im vergangenen Jahr wurden von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Fördermittel von rund vier Millionen Euro ausgezahlt. Doch nicht nur das. „Als Obere Wasserbehörde hat die SGD die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen im Kreis Vulkaneifel fachlich begleitet“, erklärt SGD-Präsident Ulrich Kleemann in einer Pressemitteilung. „Dazu zählt sowohl die technische Beratung als auch die finanzielle Abwicklung der Förderung.“

Gefördert worden sei unter anderem der erste Bauabschnitt eines Gewässerentwicklungsprojekts in Hillesheim.

Durch den Bau eines ausgedehnten Rückhaltepolders wurden die Voraussetzungen für umfangreiche Rückbaumaßnahmen am Gewässer und die Reaktivierung der Gewässeraue geschaffen. Zugleich bewirke man dadurch, dass Hochwasser in dem unterhalb gelegenen Hillesheimer Stadtteil Bolsdorf besser abfließen könne.

Gefördert wurde auch der Bau einer sogenannten Überströmsicherheit am Rückhaltebecken Stadtkyll. Neben der Hochwasserschutzfunktion dient das in den 60er Jahren errichtete Becken zusammen mit dem oberhalb gelegenen Vorbecken auch zu Freizeitzwecken – insbesondere für den nahegelegenen Ferienpark.

Eine Überprüfung hatte 2016 ergeben, dass eine Anpassung der Anlage unverzichtbar sei. Zusammen mit den Rückhaltebecken Jünkerath und Kronenburger See ergibt sich laut SGD nun nach Fertigstellung des Baus eine überörtliche Hochwasserschutzfunktion.

Das Ministerium vergibt Fördermittel, um die Kommunen zu entlasten, und damit die Entgelte bei der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung für die Bürger bezahlbar bleiben.

Gesteuert wird die Vergabe unter Berücksichtigung bestimmter Schwerpunkte wie der „Aktion Blau Plus“ oder der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss und/oder Darlehen. Je nach Art des Vorhabens beträgt die Höhe bis zu 90 Prozent der Kosten beziehungsweise die Darlehenshöhe nach Berechnung des jährlichen Entgeltbedarfs bis zu 80 Prozent.