Geld ist genug vorhanden

Geld ist genug vorhanden

BERNDORF. Rosige Zeiten für die 615 Berndorfer Bürger: In der Gemeindekasse liegen gut 400 000 Euro auf der hohen Kante, fast ebenso viel wie der Verwaltungshaushalt ausmacht.

Da machen Investitionen ins Dorfbild Spaß: Immerhin sind für die nächsten 20 Jahre mindestens 60 000 Euro pro Jahr an Einnahmen aus Bruchzins, Jagdpacht und Erbbaupacht für den Golfplatz garantiert. In der nächsten Sitzung werden sich die Berndorfer Gemeinderäte über die Erneuerung des Belags der Walsdorfer Straße unterhalten. Die ehemalige Kreisstraße Nummer 58 zwischen Berndorf und Walsdorf wurde zur Gemeindestraße abgestuft. Viele Pendler nutzen die Verbindung nach wie vor. Allerdings ist der Belag sehr marode. Frostschäden werden den Zustand weiter verschlechtern. Die Gesamtinvestition wird auf 50 000 Euro geschätzt. Auf einem Teilstück von 500 Metern haben die Verbandsgemeindewerke Hillesheim eine Kostenbeteiligung von 9700 Euro zugesagt, weil sie nach der Stilllegung der Kläranlage eine Druckleitung entlang der Straße verlegt haben. Bis zur Walsdorfer Gemarkungsgrenze verbleibt für die Berndorfer dann noch ein Teilstück von 900 Metern. Ortsbürgermeister Egon Klaes rechnet vor: "Aus dem Flurbereinigungsverfahren haben wir für diese Straße noch 5000 Euro und aus der Abstufung noch 14 000 Euro." Eigentlich war die Sanierung für 2007 vorgesehen. "Aber wir überlegen, ob wir sie nicht vorziehen sollen, bevor der Aufwand für die Schadensbeseitigung immer höher wird", meint Klaes.Vom Rübenkeller ins Schlachthaus?

Für 2007 bleibt im Doppelhaushalt auf jeden Fall die Ausweisung von einem 10 500 Quadratmeter großen Neubaugebiet in der Nähe des Sportplatzes stehen. Noch hat die Gemeinde vier erschlossene Baustellen im Angebot. Bei der Hillesheimer Verwaltung will Klaes für die 85 Kinder und 64 Jugendlichen aus dem Dorf vorsprechen. Er erklärt: "Die Jugendräume sind jetzt in einem ehemaligen Rübenkeller in der Ortsmitte untergebracht. Im ehemaligen Schlachthaus stände ein größerer Raum zur Verfügung." Immerhin machen die 129 jungen Bürger ein Viertel der Dorfbevölkerung mit insgesamt 615 Einwohnern aus. Für die Sportler wurde bereits in die Gemeindekasse gegriffen. "Der Sportverein hat 7000 Euro Zuschuss für einen neuen Rasentraktor bekommen", sagt Klaes. Außerdem wurde für 2700 Euro eine neue Pumpe für den Hochbehälter angeschafft. Die alte Pumpe war nach 15 Jahren ausgefallen. Über die neue Pumpe wird die komplette Wasserversorgung für die Sanitäranlagen im Sportlerheim sowie die Berieselungsanlage des Sportplatzes versorgt.Stolperfallen an der Kirchentreppe

1500 Euro liegen parat, um den angrenzenden Bolzplatz aufzupeppen. "Die Arbeiten erledigt der Sportverein. Wir bezahlen das Material", erläutert der Ortsbürgermeister. Mit Mutterboden sollen die tiefen Löcher auf dem Bolzplatz ausgeglichen werden, bevor er neu eingesät wird. Stolperfallen gibt es auch am Aufgang zur Wehrkirche. Die Treppenstufen sind nach vorne gekippt, und das Kopfsteinpflaster steht stellenweise gefährlich hoch. 5000 Euro sollen die Sanierungsarbeiten am Aufgang zur Wehrkirche und 2000 Euro die Reparaturen am Kriegerdenkmal kosten. Klaes wartet momentan auf die Angebote der Handwerksbetriebe.

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