1. Region
  2. Vulkaneifel

Gemeinde lässt historische Bildstöcke restaurieren

Gemeinde lässt historische Bildstöcke restaurieren

Rascheider Kreuz und Tatzenkreuz erstrahlen nun wieder in altem Glanz. Die Ortsgemeinde Meisburg hat zwei der zahlreichen historischen Wegekreuze in der Umgebung der Ortsgemeinde restaurieren lassen.

Meisburg. (red) Die zahlreichen Wegekreuze rund um Meisburg sind Zeugnis der tiefen Religiosität der Eifelbevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten. Gleichzeitig stellen sie aber auch einen Beweis für das handwerkliche Können der damaligen Steinmetze dar.

Da einige dieser Wegekreuze alterungs- und witterungsbedingte Schäden aufwiesen, beschloss der Ortsgemeinderat Meisburg im vergangenen Jahr, zwei stark beschädigte Kreuze zu restaurieren: das Rascheider Kreuz an der Kreisstraße nach Rascheid und das Tatzenkreuz oberhalb des Autohauses Neuerburg.

Das Rascheider Kreuz, ein Nischenkreuz, stammt aus dem Jahr 1587 und ist zugleich eines der ältesten Wegekreuze der Region. Es zeigte starke Schäden; das Oberteil der Nische war völlig gelöst und drohte herunterzufallen. Das Kreuz des Oberteils wurde in nationalsozialistischer Zeit zerstört und nach dem Kriege nicht originalgetreu repariert. Gut für die Restauratoren: Es existieren Zeichnungen, die das Rascheider Kreuz in seinem Urzustand zeigen. In enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde des Landkreises Vulkaneifel und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz wurde das Kreuz nach dem Urzustand restauriert.

Das Tatzenkreuz stammt aus dem Jahr 1771 und wies ebenfalls starke Schäden und Risse auf. Auch dieses Kreuz wurde bereits mehrfach repariert und bot keinen schönen Anblick.

Nach Ansicht der Ortsgemeinde Meisburg bestand bei beiden Kreuzen dringender Handlungsbedarf. Sie beauftragte den Ulmener Steinmetzen Friedhelm Weber, der über Erfahrungen in der Restauration historischer Bildstöcke verfügt.

In vielen Stunden Arbeit restaurierte der Bildhauer die beiden Wegekreuze. Zwischenzeitlich wurden auch die Standorte entsprechend von Josef Stolz und Helmut Atzor erneuert und vorbereitet.

Dechant Ludwig Gödert segnete unter Beteiligung vieler Meisburger Bürger die beiden Kreuze ein. Er dankte der Ortsgemeinde für ihr Engagement um den Erhalt der Wegekreuze und gratulierte dem Künstler zu seiner "gelungenen Arbeit". Gleichzeitig verabschiedete sich Gödert mit dieser, wie er sagte, "letzten Amtshandlung" von seiner Gemeinde in den Ruhestand.