Gemeinsam besser leben

Die Attraktivität der Vulkaneifel als Lebensraum für alle Altersgruppen zu stärken, ist eines der Anliegen der Kreisgruppe Vulkaneifel des Gemeinde- und Städtebundes. Darum ging es auch bei der jüngsten Mitgliederversammlung.

Hohenfels-Essingen. Die Frage, was das Leben in der Eifel ausmacht, war eines der Kernthemen bei der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Vulkaneifel des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz (siehe Extra) im Gemeindehaus Hohenfels-Essingen.
Gerd Becker stellte als Vorsitzender des Vereins "Bürger für Bürger" dessen Arbeit vor: Demnach könne durch die Unterstützung älterer Mitmenschen bei tagtäglichen Anforderungen sowie durch den zwischenmenschlichen Kontakt deren Lebensqualität gesteigert werden. Der Verein hat inzwischen rund 450 Mitglieder und ist seit seiner Gründung 2012 mehrfach ausgezeichnet worden.
"Die Vielfalt der Eifelbotschaft" als Schwerpunkt der Veranstaltung wurde vorgetragen durch Klaus Asemann von der Agentur "Embassy" aus Berlin, die durch die Zukunftsinitiative Eifel mit der Markenfindung beauftragt wurde. Seit Prozessbeginn 2013 hätten insgesamt sieben Workshops mit 61 Teilnehmern stattgefunden, um die Fragen nach der Identität der Eifel zu beantworten. Dabei gehe es um die Frage, was die Eifel im Wettbewerb unter den Regionen ausmacht, sowie herauszufinden, wer die Zielgruppen und was deren Bedürfnisse sind.
Die Bekanntheit der Eifel als schöne Natur- und Tourismusregion sowie der Wettbewerbsvorteil durch nahegelegener Ballungsräume reiche alleine nicht aus, um gegenüber konkurrierender Regionen zu bestehen. Es sei von Bedeutung, auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen und deren Entscheidung für die Eifel als Lebensraum zu bestärken. Eine große Rolle spiele hierbei, dass die in der Eifel lebenden Menschen einen starken Bezug zu ihrer Heimat hätten. Ziel der Eifel-Standortmarke sei es, die Identität der Region nach außen zu tragen: "Wir machen die Eifel gemeinsam zur lebenswertesten ländlichen Region im Herzen des vereinten Europas."
Die gelebte Gemeinschaft wurde auch in einem anderen Zusammenhang erwähnt, als Landrat Heinz-Peter Thiel zum Abschluss der Veranstaltung über die Situation der Flüchtlinge in der Vulkaneifel sprach . Er betonte die Notwendigkeit, weitere Wohnungen für Flüchtlinge zu finden, um so allen Asylbewerbern eine sichere Unterkunft gewährleisten zu können. red
Extra

Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz ist ein Zusammenschluss von 2293 Gemeinden und Städten und 149 Verbandsgemeinden. Er wurde 1947 gegründet, kurz nach der Bildung des Bundeslandes. Ziel ist es, die Interessen der Kommunen gegenüber Bund und Ländern zu stärken. Außerdem bietet der GStB seinen Mitgliedern eine Rechtsberatung. In der Kreisgruppe Vulkaneifel sind 109 Gemeinden und die fünf Verbandsgemeinden des Landkreises organisiert. Der Vorsitzende der Kreisgruppe ist Matthias Pauly (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein). red