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Gemündener Maar: Wo es liegt und was man dort machen kann

Eifel : Gemündener Maar: Wie groß es ist und was man dort bei einem Ausflug erleben kann

Das Gemündener Maar ist eines der zahlreichen Maare in der Vulkaneifel und eine Folge der vulkanischen Aktivitäten in der Region.

Der Eifel-Vulkanismus begann bereits während der Tertiär-Zeit vor 35 bis 45 Millionen Jahren. Die Maare in der Eifel entstanden deutlich später in der zweiten vulkanischen Phase der Eifel mit dem Aufstieg des Rheinischen Schiefergebirges und der Eifel vor rund 600.000 Jahren. Die jüngsten Maare sind jedoch erst rund 10.000 Jahre alt.

Maare können sich bilden, wenn aufsteigendes Magma auf wasserführende Gesteinsschichten trifft. Dann kommt es zu Explosionen, und das Gestein wird herausgeschleudert. Brechen die Gesteins- und Erdschichten über dem neu entstandenen Hohlraum zusammen, wird aus dem Explosionsschlot ein Maartrichter. Nach dem Abklingen der vulkanischen Tätigkeit in der Eifel füllten sich viele Maare durch nachfließendes Grundwasser und wurden zu Maarseen, die heute auch als „Augen der Eifel“ bezeichnet werden. Viele Maare sind inzwischen verlandet, etwa ein Dutzend der Eifeler Maare sind noch mit Wasser gefüllt.

Wo liegt das Gemündener Maar?

Das Gemündener Maar ist das nördlichste der drei Dauner Maare. Der See liegt in unmittelbarer Nähe des Dauner Ortsteils Gemünden rund eineinhalb Kilometer südlich des rheinland-pfälzischen Ortes Daun im Herzen der Vulkaneifel. Vom bekannten Eifelort Manderscheid ist das Gemündener Maar in 15 Autominuten erreicht.

Wie tief ist das Gemündener Maar?

Mit 406 Metern ist das Gemündener Maar am tiefsten von den drei Dauner Maaren in die vulkanische Landschaft eingebettet. Die Wassertiefe des Maarsees liegt bei rund 39 Metern.

Wie groß ist das Gemündener Maar?

Mit etwa sieben Hektar Wasserfläche ist das Gemündener Maar das kleinste der drei bekannten Dauner Eifel-Augen. Es ist heute rund 325 Meter lang und 300 Meter breit.

Kann man am Gemündener Maar gut wandern?

Rund um den heilklimatischen Kneippkurort Daun liegen die drei Dauner Maare – das Gemündener Maar, das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar. Sie prägen die Landschaft und laden zu Spaziergängen, Tageswanderungen oder Mehrtagestouren ein.

Rund um das Gemündener Maar gibt es eine Vielzahl an Wanderwegen unterschiedlicher Länge. So verbindet beispielsweise die HeimatSpur MaareGlück auf einer Länge von 11 Kilometern alle drei Dauner Maare, die HeimatSpur „Kleiner Dauner“ ist eine 8,5 Kilometer lange Rundtour, die vorbei an alten Bahntrassen durch den Kurpark und durch naturbelassene Wälder einmal rund um den Ort Daun führt. Die HeimatSpur „Großer Dauner“ verläuft in einem knapp 30 Kilometer langen Bogen rund um Daun. Im Sommer lädt zum Abschluss der Tour das Naturfreibad zur Abkühlung. Wer gleich mehrere Tage wandern möchte, kommt auf Etappe 11 des Eifelsteigs am Gemündener Maar vorbei.

Was macht das Gemündener Maar als Ausflugsziel attraktiv?

Das Gemündener Maar ist ebenso wie die beiden anderen Dauner Maare ein reines Naturschutzgebiet. Dichter Laubwald säumt die Ufer des Gemündener Maares und bildet eine romantische Kulisse für Tret- und Ruderbootfahrer, die das Gewässer paddelnd erkunden. Im Sommer lädt das Naturfreibad zum Schwimmen und Baden ein, es ist in der Regel von Mai bis September geöffnet. Ein beliebter Aussichtspunkt ist der Dronketurm, der nach dem Gründer des Eifelvereins Adolf Dronke benannt wurde und einen einzigartigen Blick auf das Gemündener Maar und das benachbarte Weinfelder Maar eröffnet. Auf der Maarschaukel kann man das Maar von oben bewundern und dabei die Beine baumeln lassen.

Kann man im Gemündener Maar schwimmen?

Das Baden ist im Naturfreibad Gemündener Maar erlaubt. Der mit Bojen ausgewiesene Badebereich ist jedoch nur für geübte Schwimmer geeignet, für alle anderen wurde unmittelbar neben dem natürlichen Gewässer ein Nichtschwimmer- / Schwimmerbecken angebaut, das mit Wasser aus dem Gemündener Maar gefüllt ist. Das Freibad verfügt zudem über eine Sprunganlage, von der Schwimmer kopfüber ins kühle Nass eintauchen können. Für die Kleinsten gibt es ein Babybecken. Die Schwimmbecken und der angrenzende Bereich im Maar um den Sprungturm werden bewacht, das übrige Maar kann mit Tret- und Ruderbooten befahren werden. Für Abwechslung rund um das Naturfreibad sorgen eine Kletterwand und ein Sandkasten. Zum Sonnenbaden lädt eine Badeinsel außerhalb des abgegrenzten Bereichs im Gemündener Maar ein.

Wo kann man am Gemündener Maar parken?

Zwei Parkplätze stehen den Besuchern oberhalb des Gemündener Maares zur Verfügung. Über die Maarstraße von Gemünden aus kommend stößt man am Waldcafé direkt auf den ersten Parkplatz. Folgt man der linken Straße, findet sich ein weiterer Parkplatz an der Straße, bevor sich das Freibad mit einem dritten Parkplatz anschließt, der direkt am Maar liegt. Der Parkplatz direkt am Naturfreibad ist während der Badesaison gebührenpflichtig.