Geringe Beteiligung trotz Mitgliederzuwachs

Geringe Beteiligung trotz Mitgliederzuwachs

Keine spektakulären Veränderungen oder Neuerungen gab es bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbe- und Verkehrsvereins Kelberg. Der Vorstand um Alfred Borsch wurde fast komplett wiedergewählt, bei den beiden wichtigsten Veranstaltungen des Vereins, dem Nikolausmarkt und Gewerbemarkt, wurden neue Impulse erörtert.

Kelberg. Immer wieder stellt sich im Gewerbe- und Verkehrsverein Kelberg die Frage: Was können wir verändern und verbessern? Doch eine Antwort darauf gibt es leider selten. So bleibt fast alles beim Alten, ein Umstand, der manchen Mitgliedern in internen Gesprächen nicht gefällt. Doch zur Mitgliederversammlung zu kommen und aktiv an einer Verbesserung mitzuarbeiten, das fällt manchen jedoch schwer.

Vereinsvorsitzender Alfred Borsch beklagte diesen Umstand. Denn von 67 Mitgliedern waren nur etwa 20 erschienen, darunter drei Medienvertreter, die ebenfalls dem Gewerbeverein angehören, und der achtköpfige Vorstand. "Viele meckern, aber keiner kommt zu solch einer Veranstaltung", so das Resümee von Borsch.

Dabei ist die Zahl der Mitglieder im Verein 2009 um neun und 2010/11 um weitere sieben gestiegen, bei drei Abgängen.

Den Nikolausmarkt erweitern



Der Gewerbemarkt im April wurde wegen Terminüberschneidungen mit Nachbargemeinden abgesagt (der TV berichtete). "Aus der Not geboren haben wir die Chance genutzt, stattdessen einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Wir konnten feststellen, dass einige Geschäfte sehr zufrieden waren mit der Resonanz der Kunden. Andere hatten allerdings wenig Besucher", sagt Borsch.

Der zweite verkaufsoffene Sonntag findet am 7. August zusammen mit dem Handwerkermarkt der Gemeinde statt. Obwohl die Anzahl der Händler auf dem Nikolausmarkt 2010 zu wünschen übrig ließ, laufen schon die Planungen für den Nikolausmarkt. Die Vereinsführung bemüht sich besonders um zusätzliche Handwerker, die auf dem Markt ihre Produkte anbieten. Zudem gibt es die Idee, den Nikolausmarkt noch in den Marienweg zu verlagern. Erste Gespräche mit den Anwohnern wurden bereits geführt.

Den Marktplatz als Veranstaltungsort dafür fallen zu lassen, sieht Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas allerdings skeptisch. "Man sollte den Nikolausmarkt auf dem Marktplatz lassen. Denn sonst würden ja alle Bemühungen der Gemeinde, den Marktplatz in Zukunft attraktiver zu gestalten, im Sande verlaufen".

Auch der Gewerbemarkt 2011 war ein Thema auf der Tagungsordnung. "Die Beteiligung der Gewerbetreibenden aus dem Verein lässt allerdings zu wünschen übrig. Dabei müsste das doch eine Pflichtveranstaltung für alle sein", sagte Alfred Borsch.