Ein Ort zur Erforschung der Regionalgeschichte Das gibt es im neuen Stadtarchiv von Gerolstein zu entdecken (Fotos Eröffnung)

Gerolstein · Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer sind Quellen zur Geschichte der Brunnenstadt jetzt öffentlich zugänglich. In welchen Unterlagen Interessierte jetzt lesen und forschen können.

Festliche Eröffnung des Gerolsteiner Stadtarchivs fand großen Anklang
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Festliche Eröffnung des Gerolsteiner Stadtarchivs fand großen Anklang

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„Gerolstein hat endlich ein Stadtarchiv!“, lobten Gerolsteiner Bürgerinnen und Bürger die Realisierung des Vorhabens. Dank einem Jahr ehrenamtlicher Fleißarbeit von Hans-Josef Hunz, Frank Kerner, Andrea Hoffmann und weiterer Helfer, unterstützt von Stadtbürgermeister Uwe Schneider und Sponsoren, entstanden im „Alten Rathaus“ Räumlichkeiten zur sicheren Aufbewahrung historisch bedeutender Dokumentationen und Sammlungen der Brunnenstadt.

Stadtbürgermeister Uwe Schneider hatte zur feierlichen Eröffnung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Es herrschte reger Betrieb während des ganzen Nachmittags, denn viele Besucher aller Altersklassen nutzten die Möglichkeit, um einen Blick ins neue Archiv zu werfen.

Einen Ort des Wissens und der Erinnerung, wo die Gerolsteiner Geschichte verstanden, erforscht und bewahrt werden kann – ein „Leuchtturm des Wissens und der Erkenntnis“ wie der Stadtbürgermeister feststellte. „Wir haben die Verantwortung, unsere Geschichte an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben!“

Hans-Josef Hunz und Frank Kerner, die im vergangenen Jahr viele Stunden Freizeit investiert haben, freuen sich über Verstärkung durch Albert Hens und Horst Werner. Gemeinsam werden sie sich der verantwortungsvollen Aufgabe stellen: Sammlung, Verwaltung, Archivierung, Digitalisierung, Schutz. Über die Internetseite des Stadtarchivs kann vieles der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu gehören bedeutsame Unterlagen, Fotos, Filme, Bücher, Schriften und Publikationen öffentlicher Einrichtungen (zum Beispiel: Schulen, Bundeswehr, Bahn, Forst), städtischer Vereine und örtlicher Unternehmen, eine Sammlung alter Post- und Ansichtskarten, Gemälde, Stiche und Zeichnungen – Exponate aus städtischem Besitz und privaten Sammlungen.

Hans-Josef Hunz dankte für die größten Schätze des Archivs: Inge Böffgen für umfassende Aufzeichnungen zur Geschichte von Karl-Heinz „Böbbes“ Böffgen, der Tochter von Helmut Schäfer, Cornelia Schäfer für reichlich bebilderte Dokumentationen zu einer Vielzahl städtischer Themen und Rainer Nowotny für den fotografischen Nachlass des Gerolsteiner Fotografen Fredy Lange (1903-1986) mit 24.500 Fotos sowie Volker Simon für Filmmaterial von „Jupp“ Simon – um nur einige zu benennen.

Frank Kerner begrüßte auch Karin Würtz, Tochter des kürzlich verstorbenen Malers Richard Würtz herzlich, dessen Andenken ebenfalls im Stadtarchiv in Ehren gehalten wird.

Evi Linnerth erläuterte einem Gast aus Spangdahlem Exponate der Städtepartnerschaften aus Digoin (Frankreich) und Gilze Rijen (Niederlande) sowie auch der Schulpartnerschaft des Gymnasiums mit einer Schule in Ramat Gan in der Nähe von Tel Aviv (Israel). Historiker Hans Henning Hahn und Autorin Eva Hahn waren besonders an Darstellungen der Erlöser-Kirche interessiert. Beide finden die Sammlungen des Stadtarchivs interessant für ihre Studien.

Liesel Gores und Frauke Hens und Brigitte Bockhoop begeisterten sich für historische Postkarten-Alben: „Wir möchten uns das alles nochmal mit mehr Zeit in Ruhe anschauen“, wünschen Sie sich.

Über die Eröffnung des Stadtarchivs von Gerolstein freuen sich Frank Kerner, Albert Hens, Stadtbürgermeister Uwe Schneider und Hans-Josef Hunz (von links nach rechts).

Über die Eröffnung des Stadtarchivs von Gerolstein freuen sich Frank Kerner, Albert Hens, Stadtbürgermeister Uwe Schneider und Hans-Josef Hunz (von links nach rechts).

Foto: Clara Zins-Grohé

Ein virtueller Spaziergang durch Gegenwart und Vergangenheit ‚des Gerolsteiner Fleckens‘, klingt zwar noch wie Zukunftsmusik – ist aber bei so viel Einsatz des Archiv-Teams in einigen Jahren vorstellbar.

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