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Gerolsteiner Brunnen: Im August startet der Abriss des alten Werks (Fotostrecke)

Gerolsteiner Brunnen: Im August startet der Abriss des alten Werks (Fotostrecke)

Ende des Monats ist es soweit: Der Abriss des alten Werks des Gerolsteiner Brunnens beginnt. In diesem Jahr fällt das große rot und blau gekachelte Produktionsgebäude, im nächsten Jahr sollen die beiden Gebäude rechts und links davon fallen. Die ausgediente Mineralwasserzentrale zur Stadtmitte hin bleibt nach jetzigem Stand stehen.

Die großen, symbolträchtigen Buchstaben mit dem Schriftzug "Gerolsteiner Brunnen" wurden bereits vor gut zwei Jahren vom Dach des mit seiner blau-roten Kachelung imposanten Produktionsgebäudes in der Brunnenstraße abmontiert. In diesem Jahr nun soll das Hauptgebäude des alten Produktionsstandorts, der 2013 aufgegeben wurde, fallen, die Bodenplatte wegen des Schutzes von Quellen und Leitungen aber unangetastet bleiben. 2017 sollen dann das sogenannte Kesselhaus rechts davon und das Handwerkergebäude zur Linken mitsamt ihrer Fundamente verschwinden.

Das sagt Joachim Schwarz, kaufmännischer Geschäftsführer des Gerolsteiner Brunnens, dem TV. "Es wird Zeit. Die leeren Gebäude kosten Geld. Und die Fassade beginnt zu bröckeln. Es ist auch eine Frage des Image", begründet er den Start der Abrissarbeiten in diesem Sommer.

Den Auftrag hat das Unternehmen an die Firma Scherer Baustoffe aus Kastellaun vergeben, über die Auftragssumme wurde Stillschweigen vereinbart.

"Es handelt sich teilweise um äußerst sensible Bereiche und deswegen hat der Schutz unserer Quellen oberste Priorität bei allen Arbeiten. Es muss quasi mit Samthandschuhen gearbeitet werden", betont der Brunnen-Geschäftsführer.
Hans-Peter Müller, Betriebsleiter Abbruch bei der Firma Scherer, skizziert das Vorgehen: "Entkernung, Abbau der Dachkonstruktion, Abbruch der Beton- und Mauerteile." Die ausgediente Mineralwasserzentrale zur Stadtmitte hin bleibt nach jetzigem Stand stehen.

Wie das gesamte Areal künftig genutzt wird, ist nach wie vor unklar. Die Überlegungen dazu vonseiten des Projektentwicklers Faco aus Bitburg und der Stadt Gerolstein laufen seit Jahren, kamen aber bislang auf keinen gemeinsamen Nenner.

Auch wird geplant, wie an anderen Stellen in der Stadt, die an der Rückseite des Areals verlaufende Kyll zu verschönern und erlebbar zu machen. mh