"Gerolsteiner müssen jetzt auch beikommen"

GEROLSTEIN. (es/mh) Matt aber zufrieden: Nach dem Höhepunkt des Historischen Festjahrs - dem Wochenende mit offiziellem Festakt und Umzug - zieht der Arbeitskreis eine durchweg positive Bilanz.

 Traditionen wie das "Radschiewe", die teilweise auch heute noch gepflegt werden, waren zentrale Themen des Umzugs.Fotos: Erwin Schöning, Brigitte Redwanz

Traditionen wie das "Radschiewe", die teilweise auch heute noch gepflegt werden, waren zentrale Themen des Umzugs.Fotos: Erwin Schöning, Brigitte Redwanz

"Die zweijährigen Vorbereitungen haben sich rentiert", sagt Karl-Heinz Böffgen, einer der Mitglieder des Arbeitskreises, der die vielen Veranstaltungen und Aktionen des gesamten Festjahrs organisiert hat. Dem Arbeitskreis, dem zudem Karl-Heinz Schwartz, Heidi Gerhards, Wilma Herzog und Wolfgang Meyer angehören, hatte auch der Stadtbürgermeister für seine "meisterliche Arbeit" gedankt. "Ich denke, wir haben eines unserer Hauptziele erreicht: Die Gerolsteiner sind wieder ein gutes Stück näher zusammengerückt und haben sich wieder auf ihre Stadt besonnen", bilanzierte Böffgen. Zudem sei gezeigt worden, "dass sich in Gerolstein doch etwas tut", sagte Böffgen, verwies aber gleichzeitig darauf, dass erst Halbzeit sei und noch viele Aktivitäten folgten. Doch nur in Bescheidenheit wollte sich Böffgen nicht üben. Vielmehr appellierte er: "Jetzt erwarten wir, dass die Gerolsteiner durch diese Initialzündung künftig wieder beikommen." Schließlich könne man auch in der Brunnenstadt mal eine Ausstellung oder ein Konzert besuchen, anstatt zu Hause zu bleiben. "Und auch hier kann man ein Eis essen gehen und sich seine Hose kaufen. Dafür muss man nicht nach Trier oder Köln fahren", schlug er durchaus auch kritische Töne an. Zur Abrundung der Festwoche wurde an Pfingstmontag der Gerolsteiner Maibaum am Rathaus mit den Wappen der Stadt, der Verbandsgemeinde und der Feuerwehr Gerolstein sowie denen der Partnerstädte Gilze en Rijen und Digoin dekoriert. Enthüllt wurden die Wappen von den Bürgermeistern Matthias Pauly, Georg Linnerth und Maxime Costagna (Digoin) sowie Verwaltungschef Wignond Burger (Gilze en Rijen) sowie den Wehrführern Karl-Heinz Kunze aus Gerolstein und Jan de Vet aus Gilze en Rijen. Mit der Drehleiter wurden die Tafeln in die Höhe gebracht. Als einen "Beitrag der Stadt Gerolstein an den europäischen Gedanken" bezeichnete Stadtbürgermeister Linnerth die Aktion, für den eine weitere Städtepartnerschaft denkbar und wünschenswert sei: "An diesem Baum ist noch Platz für das Wappen einer osteuropäischen Partnerstadt." Für Unterhaltung sorgten die Musikvereinigung "Harmonie" und die Musikgruppe "Batterie-Fanfare" aus Digoin.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort