1. Region
  2. Vulkaneifel

Gerolsteiner Stadtsoldaten starten mit Böllerschüssen ins neue Jahr

Gerolsteiner Stadtsoldaten starten mit Böllerschüssen ins neue Jahr

In Gerolstein ist das Jahr 2012 am Neujahrsmittag lautstark von den Stadtsoldaten mit einem Salutschießen vom Löwenburgfelsen begrüßt worden. Rund 110 Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Gerolstein. Ohrenstöpsel sollte man schon mitgebracht haben, wenn man beim traditionellen Neujahrs-Salutschießen auf dem Plateau des Löwenburgfelsens dabei ist.
Denn die großen Kanonen machen einen ordentlichen Krach, der das Trommelfell strapaziert. Dafür entschädigen die grandiose Akustik vom Felsen hoch über der Brunnenstadt und die imposante Kulisse.
Die Veranstaltung hat Tradition. Dennoch war nicht alles wie im vergangenen Jahr. Denn statt bei eisiger Kälte und viel Schnee war es diesmal bei lauwarmen zehn Grad und leichtem Nieselregen doch angenehmer als sonst. Rund 110 Bürger nahmen am jährlichen Salutschießen teil.
Gute vier Kilometer legten die Wanderer vom Eifelverein bei der geführten Neujahrswanderung vom Gerolsteiner Brunnenplatz zum Löwenburgfelsen zurück.
Bevor es jedoch richtig laut wurde, gab es von Wolfgang Bonefas als dem Knappen Wollibert und Anita Niesen als der Gräfin Katharina von Gerhardstein ein kleines Schauspiel zur Geschichte der Löwenburg und Gerolsteins zu sehen.
Wegen einiger Erkrankungen konnten die Böllerschützen aus Neuerburg diesmal nicht dabei sein. Deshalb mussten die Gerolsteiner Stadtsoldaten diesmal allein für den nötigen Krach sorgen.
"Wir haben das Brauchtum vor sechs Jahren im Berchtesgadener Land gesehen und gedacht: Das könnten wir doch auch bei uns machen. Und ich denke, es ist in all den Jahren doch was Schönes draus geworden", sagt Kanonier Christian Matheis.
Mit vier Kanonen wurde vom Plateau der Löwenburg in Richtung Stadt geschossen, immer wieder unterbrochen durch alpenländische Musik. "Das ist ein sehr schöner Brauch, der hier gepflegt wird. Es müsste nur noch mehr Resonanz aus der Bevölkerung kommen", meint Johann Zobel aus Salm. HG