Geteiltes Echo
Unterschiedliche Reaktionen aus den Fraktionen des Kreistags Vulkaneifel auf die Erteilung der Instrumentenflug-Genehmigung für den Flugplatz Bitburg: CDU und FDP freuen sich, SPD und FWG sind weiter skeptisch.
Daun. Jahrelang war sie auch immer wieder Thema im Kreistag Vulkaneifel: die Instrumentenfluggenehmigung für den Flugplatz Bitburg. Diskutiert wurde mehrfach darüber, ob der Kreis über seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) in der Flugplatz Bitburg GmbH bleiben solle.
Letzter Stand bis zur Entscheidung am Dienstag: Die WFG hatte Mitte des Jahres ihre Mitgliedschaft gekündigt und wollte zum Jahresende aussteigen, wenn die Fluggenehmigung nicht bis dahin vorläge. Nun ist sie da, und der Kreistag wird sich in seiner nächsten Sitzung voraussichtlich mit den Konsequenzen beschäftigen. Der CDU-Kreisvorsitzende und Kreisbeigeordnete Frank Mörsch wertet die Ankündigung des rheinland-pfälzischen Luftfahrtamts als "gute Nachricht" und ist "froh, dass sie endlich da ist. Gut, dass wir als CDU Vulkaneifel trotz viel Kritik dran geblieben sind." Nun gehe es darum, zu überlegen, "wie wir damit umgehen." Große Investitionen seien zu erwarten, der Kreis müsse die Frage beantworten, ob er diese stemmen könne.
Überrascht wurde der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Jenssen: "Ich hatte wirklich nicht mehr damit gerechnet, dass die Genehmigung nach all den Jahren und diversen Ankündigungen doch noch gekommen ist." Nun werde man sich darüber unterhalten müssen, wie es weitergehe, ob die WFG dabei bleibe. Jenssen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die für uns zu erwartenden finanziellen Auswirkungen verkraftbar sind." Er sei weiter skeptisch, denn er sehe "keine positiven Aspekte für den Kreis Vulkaneifel."
Zentrale Frage, was die Bürger wollen
Anders als Jenssen war die FWG-Kreistags-Fraktionsvorsitzende Karin Pinn nicht überrascht, dass die Genehmigung kommt, habe der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) dies doch schon angekündigt. "In der FWG-Fraktion werden wir diskutieren, wie es weitergeht", kündigt Pinn an. Zentrale Frage sei, was die Bürger des Kreises Vulkaneifel von einem weiteren Engagement an der Flugplatz Bitburg GmbH hätten. Pinn: "Wollen wir das Geld lieber hier im Kreis oder dort investieren?"
Für die FDP-Kreistagsfraktion begrüßt der Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen die Erteilung der Genehmigung. Aus seiner Sicht handelt es sich bei diesem Flugplatz um eine "bereits vorhandene, gut ausgebaute und sehr wertvolle Immobilie in der Eifelregion", die man nicht ungenutzt brachliegen lassen dürfe. Eine potentielle Investorenliste werde die Entscheidung über die weitere Beteiligung des Kreises Vulkaneifel erleichtern. Zunächst scheine die Verlängerung für ein Jahr noch erforderlich zu sein, sagt Geisen.