1. Region
  2. Vulkaneifel

Gillenfeld will Straßen und Hochwasserschutz verbessern und neu bauen

Kommunalpolitik : Gillenfeld mangelt es nicht an Zielen für das Jahr 2021

Die Ortsgemeinde hat einiges vor: Straßenbau, Hochwasserschutz, Neubau eines Kindergartens und einer Pflegewohngruppe stehen auf dem Plan.

Auch wenn die Corona-Pandemie immer noch die Welt in Atem hält und deshalb viele Zielsetzungen verschoben werden mussten, laufen in Gillenfeld die Planungen hinsichtlich neuer Projekte  auf Hochtouren. Aus Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlifter sprudeln die Aussagen nur so heraus.

Da ist zum einen das Baugebiet Auf Kortheck, bei dem die 16 Plätze noch in diesem Jahr vermessen und baureif gemacht werden sollen. „20 Bewerber für die Grundstücke haben wir schon“, freut sich der Ortsbürgermeister. Und bereits im März wird der Hochwasserschutz in Angriff genommen.

„Der Kanal rund um die Pulvermaarstraße ist nicht groß genug, um das Regenwasser zu fassen“, sagt Schlifter. Dazu werde im Bereich der Vulkanstraße ein Rückhaltebecken errichtet. Im Zuge dieses Plans sei auch eine Bachrenaturierung sinnvoll und angestrebt. Weiterhin werden die Straßenleuchten im gesamten Dorf mit LED-Lampen ausgerüstet, „sobald die im Haushalt genehmigt sind“, sagt der Ortschef.

Die Kosten dafür werden sich auf etwa 130 000 Euro belaufen. Auch werde der Keltenweg komplett erneuert mit Leitungen für Frischwasser, Oberflächenwasser, Abwasser, Strom, Telefon und Glasfaser. „Die Bauzeit wird sich etwa eineinhalb Jahre hinziehen“, schätzt Schlifter.

Dann wäre da noch der Kindergarten in der Schulstraße, an dem der Zahn der Zeit nagt. Feuchtigkeit, alte Leitungen und ein fehlender Fahrstuhl sind nur einige Probleme, die das Gebäude kennzeichnen. „2,6 Millionen Euro nur für die umfangreichen Renovierungsmaßnahmen auszugeben, ist nicht sinnvoll“, sagt Schlifter. Daher sei die Überlegung gereift, ihn komplett neu zu bauen.

Diesem Vorhaben muss allerdings der Zweckverband noch zustimmen. Sollte es so kommen, dann habe man schon mehrere Objekte im Auge, eventuell auch mit einem Investor. An Bauprojekten ist das aber noch nicht alles: Aus dem jetzigen Pfarrheim schräg gegenüber dem Kindergarten wird eine Pflegewohngruppe für Menschen mit einem höheren Pflegegrad entstehen. Dazu soll das Haus abgerissen werden, um an gleicher Stelle ein neues Gebäude hochzuziehen.

„Dafür haben wir schon einen Investor, und klar ist auch, dass die Caritas die Pflegewohngruppe mit Rundumbetreuung betreiben wird“, sagt Schlifter. Die Fleckstuff und die Bücherei, die sich zurzeit noch im Untergeschoss des Gebäudes befinden, werden dort auch wieder Unterschlupf finden.

Der Neubau wird Platz für zwölf Personen mit je einem Zimmer bieten, ein Gemeinschaftsraum und Küche sind ebenfalls Teil des Plans. Und der liegt bereits vor, so dass noch in diesem Jahr der Startschuss für den Bau „einer Art Gesundheitszentrum“ erfolgen und dieser in etwa zwei Jahren fertig sein kann.