Gillenfelder schwimmen gegen den Trend

Gillenfelder schwimmen gegen den Trend

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Gillenfeld legt großen Wert auf die Nachwuchsförderung. In den vergangenen fünf Jahren sind 20 Jugendliche zu Rettungsschwimmern ausgebildet worden. Dafür gab es nun Unterstützung von der Aktion Team mit Stern des Gerolsteiner Brunnens.

Gillenfeld. "Man lernt, Gefahrensituationen schnell zu erkennen, auch im Alltag. Ich gehe aufmerksamer durchs Leben", erklärt Katharina Hauth (19). Sie gehört zu den jungen Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Gillenfeld. Nur wenn Katharina oder ihre Kollegen Aufsicht haben, dürfen am Pulvermaar Schwimmer ins Wasser.
Vor fünf Jahren hat die Gillenfelder DLRG mit ihrem Projekt "Jugendliche lernen Leben retten" begonnen. Aktuell sind sieben junge Leute in der Ausbildung zum Rettungsschwimmer. Damit wird das DLRG seiner Hauptaufgabe gerecht: Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.
"Eigentlich ist es aber die Prävention - also zu sehen, dass es gar nicht so weit kommt", betont Dietmar Geib vom Vorstand der Gillenfelder DLRG. "Als Rettungsschwimmer entwickelt man einen Blick für unsichere Schwimmer", sagt Marvin Schneiders (19). Auch wenn er seine Kenntnisse noch nicht in einer realen Gefahrensituation beweisen musste, betont er: "Ich bleibe weiter wachsam."
Für die jungen Leute sei es "nicht immer einfach, sich durchzusetzen, aber die schaffen das", sagt Bettina Schäfer, Vorsitzende des Vereins mit rund 150 Mitgliedern. Sie hat die Lizenz, die Prüfungen für Rettungsschwimmer abzunehmen.
Ausbildungsmaterial angeschafft


Mit der finanziellen Unterstützung von 5500 Euro vom Gerolsteiner Brunnen und seiner Aktion Team mit Stern haben die Gillenfelder neben Einsatzkleidung für die Rettungsschwimmer auch Ausbildungsmaterial oder einen neuen Gurtretter angeschafft. Neben dem Pulvermaar ist das Steineberger Hallenbad als Ausbildungsstätte wichtig - auch für die Anfängerkurse.
"In Steineberg stehen jetzt umfangreiche Schwimmbad-Sanierungen an. Und wir hoffen, dass die Politik sich da einsetzt, denn wir arbeiten gegen den bundesweiten Trend, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen", betont Dietmar Geib.

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