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Gillenfelder zeigen großes Musical

Gillenfelder zeigen großes Musical

Die Mehrzweckhalle in Gillenfeld ist bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen, als Musikverein und Realschule plus ihr Musical aufführten. Und auch auf der Bühne wurde es eng. Fast 200 Akteure beteiligten sich an dem Stück.

Gillenfeld. Der Musikverein Gillenfeld 1885 und die Grund- und Realschule plus Gillenfeld haben gemeinsam das Musical "Freude" von Kurt Gäble (Musik) und Paul Nagler (Text) aufgeführt. Mehr als 400 Besucher kamen zu jeder Vorstellung und fast 200 Akteure standen dabei auf der Bühne: Die Kapazitäten der Mehrzweckhalle in Gillenfeld waren ausgereizt.
Worum es ging? Ein erfolgreicher Geschäftsmann (gespielt von Bernd Schmitz) ist trotz gut laufender Geschäfte in seinem "vollautomatischen Haus" mit einem Roboter (Philipp Raskob, Klasse 4b) in einem Netz aus Trostlosigkeit und Traurigkeit gefangen. Auf seiner Suche nach der Freude in seinem Leben öffnet ihm die Begegnung mit der Natur, fernab aller technischen Errungenschaften, die Augen für das, was wirklich im Leben zählt. Die Erkenntnis, dass die würzige Waldluft, die schönen Blumen und das erfrischende Wasser des Baches sein Leben lebenswert machen, erlöst ihn aus seinem Dasein zwischen Mobiltelefon und Computer. Und ganz nebenbei findet der Geschäftsmann auf seinem Weg zur Freude auch die große Liebe in der Frau (Kristina Heinz/Kristina Schrott), die ihm die neue Sicht auf das Leben ermöglichte.
Die Zuschauer erlebten beeindruckende Solisten auf schauspielerisch hohem Niveau in den Hauptrollen, einen ausdrucksstarken Erzähler und einen mitreißenden Chor aus mehr als 150 Schülern, verschiedene Tanzeinlagen der schuleigenen Tanz-AG (geleitet von Irina Bischler) und der Tanzgruppe aus Udler (geleitet von Yvonne Theisen), dazu rappende Schüler und einen Musikverein, der auch knifflige Aufgaben mit Bravour meisterte.
Eingängige Melodien und Texte sorgten dafür, dass im großen Finale Schauspieler, Chor und Publikum gemeinsam sangen: "Vergiss es nie, was wirklich im Leben zählt!"
Was für eine Freude: So hatte Jochen Thönnessen als Erzähler die letzte Szene des Musicals eingeleitet. "Was für eine Freude", bemerkten viele Zuschauer nach den Aufführungen. Verantwortlich für die große Freude, die in Gillenfeld am Musicalwochenende herrschte, war Ralf Mayer, der in seinen Funktionen als Dirigent des Musikvereins und Musiklehrer an der Schule das Bindeglied zwischen den beteiligten Gruppen war.
Er entwickelte die Idee, ein Musical mit 200 Akteuren auf die Gillenfelder Bühne zu bringen. Er war es auch, der an allen Stellen Überzeugungsarbeit leistete und immer zuversichtlich an das Gelingen glaubte. Mitglieder des Musikvereins begeisterte er ebenso wie die Schüler der Klassen zwei bis sieben. In Schulleitung und Lehrerkollegium fand er schnell Unterstützung und Mitarbeiter für das Großprojekt. Für jede der zahllosen einzelnen Aufgaben, die im Vorlauf eines solchen Mega-Projektes anfallen, fand Ralf Mayer geeignete Mitstreiter. Angefangen beim Musikverein und den Solisten bis hin zu Requisite, Technik und Kostümen war jede Position mit Freiwilligen besetzt, die sich sehr unterschiedlich mit großem Engagement einbrachten und die Inszenierung zu einem professionellen Meisterstück werden ließen.
Dass Schul- und Dorfgemeinschaft sein Engagement zu schätzen wissen, zeigte der Applaus. Während Solisten, Schulchor und Musiker schon mit tosendem Beifall bedacht wurden, steigerte sich dieser beim Auftritt Ralf Mayers noch.
Es bleibt zu hoffen, dass die Freude, die durch das Musical so viele Menschen in Gillenfeld und Umgebung miteinander teilten, zu einer bleibenden Freude wird. Vielleicht summt der ein oder andere auch in Wochen noch Melodien wie "Vergiss es nie, was wirklich im Leben zählt". red