Glasverbot trübt Kirmeslaune in Daun nicht

Glasverbot trübt Kirmeslaune in Daun nicht

Die Kreisstadt Daun befindet sich noch bis Mittwoch im Ausnahmezustand. Zum Start des bunten Treibens wurden schon Tausende von Besuchern gezählt.

Daun Mit einem Schlag hat Stadtbürgermeister Martin Robrecht den Fassanstich vollzogen und mit dem abendlichen Feuerwerk über der Stadt ist das Kirmes-Vergnügen in Daun eröffnet worden. "Wir freuen uns auf fünf Tage fröhliche Kirmes", rief das Stadtoberhaupt den Gästen zu.
Bei aller Feierlaune auf der Kirmes gilt es auch eine wichtige Änderung zu beachten, die aber das Kirmesvergnügen bislang nicht geschmälert hat, wie die Veranstalter versichern. Trinkgläser sind auf der Kirmes verboten.
In den letzten Jahren waren die Beschwerden von Anwohnern und Kirmesbesuchern über mutwilligen Glasbruch und damit der Gefahr von Verletzungen gestiegen. Stattdessen werden nun überall an den Getränkeständen wieder verwendbare Plastikbecher ausgegeben, wofür ein Pfand von einem Euro (Weizenbierbecher zwei Euro) bezahlt werden muss.
Peter Werner, Vorsitzender des Fördervereins des KSC- Weiersbach begrüßt diese Maßnahme: "Wir sind absolute Befürworter der Aktion, wir fordern sogar ein komplettes Glasverbot auf der Kirmes. Nach meiner Meinung ist das alles jetzt nur halb zu Ende gedacht. Man muss konsequent sein und auch Stubbi- und andere Bierflaschen, Sprudel, Cola und Schorleflaschen verbieten, das sollte man sich für nächstes Jahr vornehmen", findet Werner.
800 normale 0,25 Liter-Plastikbecher und 100 Becher mit 0,5 Liter für Weizenbier hat der Förderverein des KSC Weiersbach gemietet. Auch Manfred Hommes, Wehrleiter der Feuerwehr Daun, findet das Trinkgläserverbot in Ordnung. "Wir hatten im Schnitt immer so 300 Stück Bruch oder das Problem. dass die Gläser woanders abgegeben wurden", erzählt er.
Auch der 20-jährige Julian Hürtgen aus Kirchweiler findet die Änderung in Ordnung. "Man sah ja immer viel Scherben auf dem Boden, das Verbot von Gläsern ist schon in Ordnung. Aber aus dem Glas schmeckt das Bier schon etwas besser". Trotz des Verbots, sahen Besucher auf der Straße doch wieder viele kaputte Glasflaschen. Doch die Kirmes bietet natürlich nicht nur Getränke.
Die Dauner Kirmes, zu der zum Start schon Tausende Besucher gezählt wurden, bietet 57 Standbetreiber auf - von der Burgerbude, Tatooladen, Fahrgeschäften bis zu den Pavillons der Vereine. Im vergangenen Jahr war Peter Hilbertz mit seinen frischen und handgemachten Kartoffelchips zum ersten Male auf der Dauner Kirmes. "Unsere Chips sind damals gut angekommen, obwohl die Leute zuerst etwas zögerlich waren. Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden, deshalb sind wir auch in diesem Jahr wieder dabei", sagt er.