Gleise und Signale kommen an

Gleise und Signale kommen an

Der Verkehr fließt bereits um den künftigen Bahnhofskreisel in Gerolstein. Nun nimmt auch die Gestaltung der Innenfläche Form an: Bei einer Befragung, an der sich 168 Bürger beteiligt haben, sind zwei Vorschläge favorisiert worden. Bei beiden spielen Gleise und Signalanlagen eine Rolle.

Seinen Zweck erfüllt der neue Kreisverkehr an der Postbrücke/B 410 in Gerolstein bereits, der die alte Ampelanlage ersetzt und für besser fließenden Verkehr auf Gerolsteins Hauptverkehrsader sorgt.

Und auch bei der Frage nach der Gestaltung, bei der auch die Bürger einbezogen wurden, läuft es: "Wir hatten 168 Rückmeldungen zu den Vorschlägen. Das ist für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Bürger für die Entwicklung der Stadt interessieren und sich auch einbringen", sagt Gerolsteins Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz (CDU) auf TV-Anfrage. Letztlich laufe es nach dem Bürgervotum auf einen der beiden Vorschläge von LBM-Mitarbeiterin Melanie Stellmes hinaus. Auf beiden sind Signalanlagen und Gleise die hervorstechenden Motive.

Stellmes hatte dem Bauausschuss fünf Entwürfe vorgelegt, von denen sich drei mit dem Thema Bahn/Bahnhof beschäftigt haben. Das tat auch der Vorschlag des Gerolsteiner Architekten und Verbandsgemeinderatsmitglieds Hendrik Eltze.

Alle drei waren unter rund 20 Vorschlägen in die Endauswahl gekommen, von denen laut Bongartz die beiden Stellmes-Vorschläge die meisten Stimmen auf sich vereinigt hatten (71 und 63 Stimmen).

Schon früh hatte sich in den zuständigen Gremien der Stadt herauskristallisiert, dass der neue Kreisverkehr auf Höhe des Bahnhofs dafür prädestiniert ist, auf die besondere Bedeutung der Eisenbahnanbindung Gerolsteins hinzuweisen. Schließlich spielt diese seit fast 150 Jahren eine wichtige Rolle für die Brunnenstadt. Mittlerweile macht der Bahnhof auch optisch wieder etwas her, ist doch das Empfangsgebäude generalsaniert worden und beherbergt seit einigen Monaten auch die Tourist-Information.

Und ab nächstem Jahr soll ein neuer Übergang zu den Bahngleisen gebaut werden, die anschließend komplett erneuert werden. Ein Millionenprojekt.

"Das Bahnthema hat sich geradezu aufgedrängt", sagt Bongartz. In der nächsten Sitzung des Gerolsteiner Stadtrats Ende Oktober soll die definitive und detaillierte Entscheidung über die Gestaltung des Kreisverkehrs getroffen werden, der den Bund bislang 370 000 Euro gekostet hat. Wie viel Geld die Stadt für die Innenraumgestaltung nun noch aufbringen muss, ist noch unklar. Der Bund stellt laut Landesbetrieb Mobilität Gerolstein dafür einen Pauschalbeitrag von 15 000 Euro zu Verfügung.

Alles, was darüber hinausgeht, muss die Stadt selbst tragen. "Wir sollten versuchen, damit hinzukommen", sagt der Stadtbürgermeister, der zudem darauf drängt, dass der neue Kreisel leicht zu pflegen sein soll. Schließlich gibt es bereits sechs Kreisel in der Stadt, beim Neubau der Hochbrücke sind weitere geplant.

Liebe Leser, was meinen Sie: Wie sollte der neue Kreisverkehrsplatz gestaltet werden? Gefällt Ihnen einer der beiden Vorschläge? Schreiben Sie uns doch bis kommenden Montag eine kurze Mail mit knapper Begründung an die Adresse
eifel-echo@volksfreund.de. Bitte vollständigen Namen und Wohnort nicht vergessen!

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