Glückliches Ende einer langen Leidenszeit - Junger Angolaner wird in Gerolstein operiert

Glückliches Ende einer langen Leidenszeit - Junger Angolaner wird in Gerolstein operiert

Domingos aus Angola kann nach einer erneuten Operation in Gerolstein wieder gehen. Die Behandlungskosten übernimmt das Krankenhaus.

Gerolstein (red) Schwer krank kam Domingos aus dem Staat Angola im Süden Afrikas vor drei Jahren das erste Mal nach Gerolstein. Der linke Unterschenkel zeigte damals eine ganz üble Infektion. Knochen und Fußwurzel waren auch infiziert.
Dazu kam eine Malaria-Erkrankung. Im GErolsteiner Krankenhaus wurde Domingos zum ersten Mal behandelt, und das viele Wochen lang. Damals war Dr. Hermans sein Arzt und Operateur.

Eine Beinamputation konnte erfolgreich verhindert werden.
Nach mehreren Wochen war die Malaria geheilt und das Bein auf dem Wege der Besserung. Nach erfolgter Knochentransplantation hielt ein Fixateur den Knochen in korrekter Position mit dem Ziel, den Unterschenkel später wieder belasten zu können.
Für den damals elfjährigen Domingos war das keine einfache Zeit. Er hatte Schmerzen, war viel allein und durfte aus Sicherheitsgründen keinen Kontakt zu seiner Familie oder auch der Bevölkerung haben.

Allein Ärzte und Schwestern kamen zu ihm und fanden ihn immer freundlich und zufrieden vor. Der Fernseher und eine Spielkonsole, gespendet vom Förderkreis des Krankenhauses, waren sein Zeitvertreib. Hinzu kam noch die sprachliche Barriere.
Zwischenzeitlich sind die Knochen und Wunden von damals verheilt. Drei Jahre sind vergangen und Domingos ist mittlerweile 14 Jahre alt und groß geworden. Eine Zeit lang war er zuhause in Angola.

Doch als sich wieder eine Entzündung in seinem Bein zeigte, kam er über das Friedensdorf erneut zurück nach Deutschland und ins Krankenhaus nach Gerolstein. Dieses Mal behandelte ihn die Chirurgische Fachärztin Stefanie Senden. "Wir mussten zweimal operieren, um das entzündete Gewebe zu entfernen", erklärt sie. Anschließend wurde Domingos mit Antibiotika und Verbänden behandelt. Wieder war er fast zwei Monate im Krankenhaus in Gerolstein. Die Kosten trägt auch dieses Mal das Krankenhaus.

Auf die Frage seiner Ärztin, ob er Schmerzen habe, antwortet Domingos am Tag vor seiner Entlassung mit nein und zeigt stolz, wie gut er mittlerweile gehen kann. "Wir haben ihn hier wieder aufgepäppelt, er hat jetzt einige Kilos mehr", freut sich die Ärztin.
Und Domingos freut sich, dass er zurück ins Friedensdorf kann, einer Organisation, die sich um Fälle wie ihn kümmert. Dort wird er unterrichtet und hat auch mehr Gesellschaft. Irgendwann später darf er dann wieder zurück zu seiner Familie nach Angola zu seinen beiden Geschwistern und den Eltern.

Mehr von Volksfreund