Gondelaffäre: Betreiberin wehrt sich gegen Vorwürfe

Gondelaffäre: Betreiberin wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Betreiberin des Fahrgeschäfts "Avinator" wehrt sich gegen die Behauptung von Karussellbesuchern, die Sicherung einer Gondel sei defekt gewesen. Polizei und Bauaufsicht der Kreisverwaltung Vulkaneifel haben an der Anlage keine Mängel festgestellt.

Gerolstein/Daun. (HG/as) Für viel Aufregung hat die Behauptung einer Familie aus Hohenfels-Essingen gesorgt. Unternehmer Joachim Schepp und seine Kinder gaben an, bei dem Besuch des Fahrgeschäfts "Avinator" am Sonntag auf der Kirmes in Gerolstein beinahe Opfer eines Unglücks geworden zu sein. Nach Aussagen der 20-jährigen Tochter der Familie sei der Sicherheitsbügel der Gondel, in der sie und ihre achtjährige Schwester Lara saßen, während der Fahrt offengeblieben. Nach dem Vorfall schaltete Schepp die Polizei ein und verlangte von den Betreibern, die Gondel zu verschließen, was diese auch taten.

Schon ab Montag waren wieder alle Gondeln in Betrieb. "Bei einer Überprüfung durch die Polizei und die Bauaufsicht der Kreisverwaltung sind keine Mängel festgestellt worden", sagt Verena Bernardy von der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Deshalb habe kein Grund bestanden, den Fahrbetrieb weiter einzuschränken.

Die Betreiberin des "Avinator", Manuela Löffelhardt, weist die Vorwürfe der Familie zurück. "Diese Leute haben die Unwahrheit gesagt. Es war kein Bügel auf, meine Gäste werden ordentlich befördert", sagt Löffelhardt. Alle Gondeln würden vor der Fahrt noch einmal an ihrem Fenster im Kassen- und Kontrollhäuschen vorbeifahren. Auch dabei sei ihr kein offener Bügel aufgefallen. "Der Mann kam nach der Fahrt zu mir an die Kasse und sagte, die Fahrt sei viel zu kurz gewesen und der Sicherheitsbügel in der Gondel, in der seine Tochter saß, sei während der Fahrt offen gewesen. Er möchte 20 Euro haben oder er geht zur Polizei", erinnert sich Löffelhardt.

Joachim Schepp bleibt, konfrontiert mit der Aussage von Manuela Löffelhardt, bei seiner Behauptung, dass der Bügel seiner Tochter nicht eingerastet war und damit ein Sicherheitsrisiko bestand. Außerdem weist er die Behauptung, er habe 20 Euro von der Betreiberin verlangt, zurück.