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Große Cannabisplantagen in Mainz und der Vulkaneifel entdeckt

Große Cannabisplantagen in Mainz und der Vulkaneifel entdeckt

Fahndungserfolg für Zoll und Landeskriminalamt: In Mainz und der Vulkaneifel haben Beamte zwei große und sehr professionelle Cannabisplantagen entdeckt. Im Straßenverkauf hätten die dort gefundenen Drogen einen Wert von rund 150.000 Euro gehabt.

Dicht an dicht stehen in großen schwarzen Plastiktöpfen üppig blühende Cannabispflanzen. Dafür, dass sie genau die richtige Menge Wasser, Licht und Wärme bekommen, sorgt ein ausgeklügeltes und dem Zoll zufolge hochprofessionelles System aus Rohren und Schläuchen.

Dieses Bild bot sich den Beamten einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, als sie Hinweisen folgend ein Mainzer Asia-Restaurant und ein Wohnhaus in der Vulkaneifel untersuchten. Denn im Anbau des Restaurants und dem umfunktionierten Haus fanden sich professionelle Indoorplantagen. In welchem Eifelort das "Drogenhaus" steht, gibt der Zoll nicht preis.

Im Laufe der Ermittlung nahmen die Beamten fünf Verdächtige fest: vier Männer im Alter zwischen 32 und 49 Jahren sowie eine 56-jährige Frau. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Fahnder gehen davon aus, dass es sich um ein bandenmäßiges Vorgehen handelt. Dafür spricht neben der Professionalität auch die Größe der Plantagen: Insgesamt wurden fast 4000 Pflanzen entdeckt: rund 3000 in Mainz, 854 in der Eifel. Ein großer Teil davon war erntefähig. Der Zoll geht davon aus, dass die Drogen im Straßenverkauf rund 150.000 Euro gebracht hätten. Da laut Zollpressesprecher Hans-Jürgen Schmidt unter den vorgefundenen Bedingungen fünf Ernten im Jahr möglich seien, ging es jedoch wohl um bedeutend mehr Geld.

Neben dem Aufzuchtequipment, dass die Bande bei einer Firma in Rotterdam erworben haben soll, wurden 6800 Euro Bargeld sowie elektronische Datenträger sichergestellt.

Sollte sich der Verdacht auf ein bandenmäßiges Vorgehen erhärten, müssen die Täter mit mehr als fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen.