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Große Ferienparks in der Vulkaneifel schicken Gäste nach Hause

Coronavirus : Ferienparks: Gäste müssen raus

Während das öffentliche Leben in Deutschland immer weiter eingeschränkt wird und alle auf eine verbindliche Regelung bei Hotel- und anderen Gastbetrieben warten, ziehen die ersten Ferienparks in der Vulkaneifel Konsequenzen: In Stadtkyll und Gunderath müssen alle Gäste die Anlagen verlassen.

Stadtkyll/Gunderath Der Ferienpark in Gunderath (Kreis Vulkaneifel) ist bereits am Montag geschlossen worden. Das Unternehmen Center Parcs befolge die Vorschriften der deutschen Regierungsinstitutionen und Gesundheitsbehörden, hieß es zur Begründung. Nach den angekündigten Sondermaßnahmen könnten die sechs Ferienparks in Deutschland nicht mehr betrieben werden und müssten geschlossen werden. Der Park in der Verbandsgemeinde Kelberg ist 1979 eröffnet worden und hat 460 Bungalows für etwa 2200 Gäste. Jährlich werden gut 425.000 Übernachtungen verbucht.

Kein schönes Erwachen am Dienstag auch für viele Hundert Gäste im Landal-Ferienpark Stadtkyll: Der Park ist einer der großen Anlagen in der Verbandsgemeinde Gerolstein mit 209 Bungalows und mehr als 150 Camping-Stellplätzen. Alle Besucher erhielten am Morgen eine E-Mail - sie müssen bis 16 Uhr den Park verlassen. Dorthin hatten sich in den vergangenen Tagen nicht wenige einquartiert, die aus den Städten in die Eifeler Ruhe geflohen waren.

Jetzt müssen alle zurück. Eine Herausforderung auch für die Mitarbeiter, die alle Abreisen geordnet über die Bühne bringen müssen. Der Park wird in guten Jahren von mehr als 50 000 Urlaubern besucht und verzeichnet im Schnitt 180 000 Übernachtungen.

Direkt in der Nähe liegt das Waldjugendcamp mit etwa 70 Besuchergruppen im Jahr und rund 11 000 Übernachtungen. Derzeit ist es noch nicht geschlossen, auch das kann sich aber kurzfristig ändern.