Große Investitionsbereitschaft in Hillesheim

Hillesheim · Schulen, Kindergärten und Feuerwehren profitieren: Sie stehen ganz oben, was die Investitionen der Verbandsgemeinde Hillesheim für 2016 angeht. Mit der Sanierung der Realschul-Turnhalle will man nicht mehr länger warten, auch wenn noch ungeklärt ist, wer künftig die Trägerschaft übernimmt.

Foto: vladi nowakowski (now) ("TV-Upload nowakowski"

Hillesheim. Gemessen am Zahlenwerk, das der Haushaltsausschuss den Ratsmitgliedern zum Beschluss vorlegte, geht es der Verbandsgemeinde(VG) Hillesheim derzeit nicht schlecht. Was es erlaubt, dass die Umlage, die die Gemeinden an die VG zu entrichten haben, von 42,1 auf 41 Prozent gesenkt werden kann und dennoch mehr Geld in die Kasse kommt als in den vergangenen Jahren. Zu verdanken haben das die Hillesheimer der gestiegenen Steuerkraftmesszahl (einer Formel zur Ermittlung der Höhe von Schlüsselzuweisungen des Landes, die dank der erhöhten Steuereinnahmen der Kommunen höher ausfällt).
Die Zuweisung wird sich gegenüber 2015 im kommenden Jahr um etwa 83 000 Euro erhöhen. Selbst bei der geringeren VG-Umlage von 41 Prozent bedeutet das für die VG ein Plus von 85 130 Euro. Weiterhin sinkt der Schuldenstand der VG zum Ende des Jahres 2016 voraussichtlich um 200 000 Euro auf 2,1 Millionen Euro.
Erfreuliche Zahlen


Erfreuliche Zahlen, die sich in einer erhöhten Investitionsbereitschaft der Verbandsgemeinde niederschlagen: Rund 500 000 Euro an neuen Krediten werden aufgenommen. Vor dem Hintergrund einer bislang immer noch mit Fragezeichen versehenen Fusion mit Gerolstein zum 1. Januar 2017 wird das Geld vor allem für die Zukunft Hillesheims angelegt - Schulen, Kindergärten und Feuerwehr profitieren als Erste (siehe Extra).
Keine Gegenstimme


Der 1. Beigeordnete der VG, Bernhard Jüngling (CDU), wertete den Haushaltsentwurf fürs kommende Jahr trotz gewisser Risiken "zukunftsweisend und generationsgerecht". Eine Einschätzung, die die Ratsmitglieder wohl teilten, denn der Etat wurde einstimmig beschlossen.
Im Anschluss an die Abstimmung bedankten sich die Fraktionsvorsitzenden Johannes Pinn (FWG) und Edmund Schmitz (Sturm im Wald) für die gute Zusammenarbeit. Fritz Thiel (SPD) lobte zwar auch, empfand den Haushalt aber eher als Pflicht statt Kür: "Hier wird immer noch Mangel verwaltet."
Fraktionsübergreifende Zustimmung fand das Vorhaben, den Zuschuss von rund 400 000 Euro, den das kommunale Investitionsprogramm des Kreises für energetische Sanierungen vorsieht, vor allem in die dringend anstehenden Renovierungsarbeiten der Turnhalle der Realschule plus zu stecken. "Es ist völlig egal, wer in Zukunft der Träger der Einrichtung sein wird", sagte Bürgermeisterin Heike Bohn mit Blick auf die immer noch nicht spruchreife Fusion mit der VG Gerolstein, deren offener Ausgang in der Vergangenheit für einigen Stillstand gesorgt habe. "Die Schulen und die Vereine brauchen eine funktionierende Turnhalle in der Stadt", sagte Bohn. Und obwohl der Haushaltsplan nun unter Dach und Fach sei, "was an Kosten durch die Unterbringung von Asylbewerbern in naher Zukunft auf uns zukommt, ist noch völlig unklar", erklärte die Verwaltungschefin. Noch vor Weihnachten sollen 40 weitere Menschen in der VG aufgenommen werden.Extra

Gut 135 000 Euro werden in die Augustiner-Realschule investiert: Die Lehrer-Toiletten werden erweitert und saniert, neue Feuermelder-Systeme und Schließanlagen werden installiert. Allein rund 430 000 Euro fließen an die Grundschulen Hillesheim und Üxheim, der dickste Batzen davon wird in Brandschutz und Barrierefreiheit investiert. Jeweils mehr als 50 000 Euro sind für Sanierung und Ausstattung der kommunalen Kindergärten in Üxheim und Hillesheim vorgesehen - und die Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug im Wert von 335 000 Euro. now