Gute Stimmung und viel los unter der Kuppel

Gute Stimmung und viel los unter der Kuppel

Der Hillesheimer Kulturzirkus ist vorbei. In zwei Wochen sind 13 Veranstaltungen unterm Sternenhimmel des roten Zirkuszelts im Bolsdorfer Tälchen über die Bühne gegangen. Organisator Manfred Schmitz ist angesichts von mehr als doppelt so vielen Besuchern wie 2008 sehr zufrieden.

Hillesheim. "Die Termingestaltung ist das A und O", sagt der Organisator des Hillesheimer Kulturzirkus, Manfred Schmitz. Wenn die Kosten für die 13 Darbietungen null auf null aufgehen sollen, darf man keine groben Fehler machen. Schmitz meint, dass er das selbst gesteckte Ziel auch dieses Jahr erreicht. Udn vielleicht noch etwas mehr.
4500 Menschen - und somit mehr als doppelt so viele wie 2008 - haben die Darbietungen gesehen. Die Gesamtkosten betragen 70 000 Euro. Ein bisschen weniger als die Hälfte davon machen die Löhne der Künstler aus. Gefolgt von der Zeltmiete (rund 20 000 Euro) und den Ausgaben für die Technik (rund 10 000 Euro). Wenigstens einen Teil der Summe, nämlich 12 000 Euro, bezahlt der Verein Kultursommer Rheinland-Pfalz.
Über eine gute Terminplanung kann man Kosten sparen, weiß Schmitz aus der Vergangenheit. "2008 haben nur 40 Menschen ein Konzert besucht, das normalerweise ausverkauft ist, weil an dem Abend das Spiel der Fußball-Europameisterschaft Deutschland gegen die Türkei lief", sagt Schmitz. Daher hat er den für 2010 geplanten Kulturzirkus auf 2011 verschoben, damit die Termine nicht mit der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer kollidieren.
Der Zeitraum des Kulturzirkus sollte aber auch so liegen, dass er sich nicht mit anderen Großveranstaltungen überschneidet. Zudem muss der Termin auch für die am Zirkusprojekt teilnehmenden Schulen passen.
2013 bereits in Planung


"Wir brauchen einen Termin, der uns viel Freiheit bietet, desto günstiger können wir auch Künstler engagieren", erklärt Schmitz. Sind beispielsweise die Global Kryner in der Region auf Tour, ist das eine gute Gelegenheit, sie zu verpflichten. "Ich kann die Gruppe nicht aus Wien anreisen lassen, das wäre zu teuer", sagt Schmitz. Für den Kulturzirkus 2013 hat der Organisator zwei Modelle im Kopf: erstens den Zeitraum für Darbietungen auf drei Wochen auszudehnen. Damit will er noch mehr Besucher erreichen, denn viele hätten auch privat einen engen Terminplan. Schmitz: "In der Woche, in der das Zirkusprojekt lief, waren abends keine Auftritte im Zelt. Das könnte sich ändern." Schmitz verspricht sich davon eine bessere Auslastung der einzelnen Programmpunkte, da viele Menschen aus der näheren Umgebung nicht nur ein Mal kommen. "Die Wiederholungstäter sind überfordert, zwölf Tage hintereinander zu kommen", sagt Schmitz. Das zweite Modell hält an einer Dauer von zwei Wochen fest. Dafür würde Schmitz die Anzahl der Auftritte reduzieren. Denkbar wäre auch, das Kulturereignis in den Herbst zu verlegen. Egal ob im Herbst oder im Sommer: Die Rambling Rovers dürfen nach Ansicht des Organisators nicht fehlen. "Den irischen Abend gibt es seit Anfang an. Er gehört einfach dazu", sagt Schmitz. Rund 300 Gäste kamen diesen Sommer zum Konzert der Trierer Band.
Mit dem Zirkuszelt sind aber auch einige Herausforderungen verbunden, da es keinen festen Boden hat. So hatten die Queens of Spleens mit prasselndem Regen auf dem Zeltdach und mit Wasser im Inneren zu kämpfen. Nichtdestotrotz hält Schmitz an diesem Ort fest, denn:
"Das Zirkuszelt steht für Multikulti. Die Atmosphäre ist einmalig und bietet uns ein Alleinstellungsmerkmal."

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