Guter Auftakt für Gefell

Guter Auftakt für Gefell

GEFELL. Auftakt zur Aktion "Dorf-Foto" des Trierischen Volksfreunds war in Gefell. Der Ort in der Verbandsgemeinde Daun hat 107 Einwohner. 44 von ihnen kamen zum großen Gruppenfoto.

Anstrengende Tage für viele Gefeller und besonders Ortsbürgermeister Alfred Gundert: Am Freitag wurde ausgiebig sein 50. Geburtstag gefeiert, am Tag darauf hatte sich der Trierische Volksfreund angesagt mit der Aktion "Dorffoto", und gleich danach ging es weiter mit dem Aufstellen des Maibaums. Kurz vorm vereinbarten Termin "trauten" sich schon einige Gefeller an den Treffpunkt Dorfplatz, hielten aber noch etwas "Sicherheitsabstand" vor den Zeitungs-Vertretern. Aber je mehr Dorfbewohner kamen, umso näher rückten sie ran an den Ort des Geschehens. Der seit 1994 amtierende Ortsbürgermeister war zuversichtlich, dass Gefell eine gute Quote (Einwohnerzahl in Relation der zum Fototermin Erschienenen) erreichen werde. Und tatsächlich: Mehr und mehr Dorfbewohner kamen, und nachdem TV-Bildreakteur Friedemann Vetter bereits die ersten Bilder im Kasten hatte, fanden sich noch zwei Nachzügler ein. Ergebnis: 44 Gefeller stellten sich zum großen Gruppenfoto, und auch Alfred Gundert war zufrieden. In seiner nun mehr als zehn Jahre währenden Amtszeit hat sich die Gemeinde "rausgeputzt". So wurde der Gefeller Pütz (Dorfbrunnen), der früher den Bewohnern als Wasserentnahmestelle für die Haushalte und als Viehtränke diente, zusammen mit dem Dorfplatz im Rahmen der Straßenerneuerung 2002/2003 komplett renoviert und erneuert worden. Zur Einweihung wurde im August vergangenen Jahres ein großes Dorffest gefeiert.Sinnvoll in Gemeinde und für Bürger investiert

Zwar hat Gefell heute einen unausgeglichenen Haushalt, aber Alfred Gundert legt Wert auf die Feststellung, dass in den vergangenen Jahren sinnvoll in die Gemeinde und für die Bürger investiert worden sei. Große Projekte stehen derzeit nicht an, aber Gundert hat noch einen Traum: Einen Sponsor zu finden, der ein neues Gemeindehaus finanzieren würde. Gefell, zwischen Darscheid und Hörschhausen gelegen, ist knapp 650 Jahre alt. Es gibt keinen Laden und keine Kneipe, aber wer motorisiert ist, ist schnell in Daun oder Ulmen zum Einkaufen. Was den Reiz ausmacht, in solch einer kleinen Gemeinde zu leben, hat Frank Wagner vor einigen Wochen im TV erklärt. Der 35-Jährige ist in Gefell aufgewachsen. Mit 16 Jahren hat er eine Lehre als Koch in Daun begonnen. Nach Aufenthalten in größeren Städten ist er mit seiner Frau, die aus der Nähe von Leipzig stammt, in die Eifel zurück gekommen und es hat bislang nicht bereut. Sein Fazit: "Gefell ist lebens- und liebenswert." Mehr Informationen zur Gemeinde gibt es im Internet unter www.gefell.de