Hängepartie beenden

Mit einer schnellen Entscheidung über die Finanzierung der Sanierung des maroden Teilstücks Ulmen-Kaisersesch sollte die Betreibergesellschaft nicht rechnen, denn in Mainz ist in den nächsten Wochen erst einmal Stühlerücken angesagt, wenn Bauckhage geht und Hering kommt.

Mit dem Ministerwechsel verknüpft die VEB auch neue Hoffnung, dass in die Finanzierungs-Frage wieder Bewegung kommt. In den vergangenen Monaten waren die Fronten verhärtet und eine Entscheidung in weite Ferne gerückt. Bei aller Hoffnung auf den neuen Verkehrsminister: Mehr Geld hat er auch nicht zu verteilen, eher weniger, wenn sich die Bundesregierung mit ihren Kürzungen bei den Nahverkehrsmitteln durchsetzt. Wie auch immer: Die VEB hat einen Anspruch darauf, dass in Mainz in möglichst naher Zukunft eine Entscheidung gefällt wird. Die Frage lautet: Will das Land die Sanierung der Eifelquerbahn oder nicht? Die VEB sollte nicht unnötig lange in der Luft hängen gelassen werden, denn auch sie muss mittelfristig planen können. Und damit nicht genug: Auch Kommunen warten auf ein Signal des Landes, wie es mit dem Zugverkehr in der Eifel weitergeht. Denn beispielsweise die Stadt Daun wird kaum große Summen in ihren Bahnhof und dessen Umfeld investieren, wenn der Bahnverkehr auf unsicheren Füßen steht. Im Interesse aller Beteiligten: Diese Hängepartie soll so schnell wie möglich beendet werden. s.sartoris@volksfreund.de