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Kommunalpolitik: Hallenprojekt Dockweiler: Gemeinde sieht Gesprächsbedarf

Kommunalpolitik : Hallenprojekt Dockweiler: Gemeinde sieht Gesprächsbedarf

Die Turnhalle in Dockweiler soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. So weit besteht die Einigkeit zwischen Verbands- und Ortsgemeinde. Auseinander gehen aber die Meinungen darüber, wer wieviel von der vom Ort gewünschten Mehrzwecknutzung zahlen soll.

Auch in der Verbandsgemeinde (VG) Daun gibt es erfreuliche Zahlen, was die Finanzlage angeht. Der VG-Rat hat den Haushalt für 2019 mit einem Gesamtvolumen von rund 17 Millionen Euro beschlossen, der einen Überschuss von knapp 260 000 Euro aufweist.

Freuen können sich die Gemeinden, denn die Umlage wird von 39 auf 38 Prozent gesenkt. Die VG ist dazu berechtigt, zur Deckung ihres Finanzbedarfs jährlich eine Umlage von den Städten und Dörfern zu erheben, für sie (und auch für den Kreis) die wichtigste Einnahmequelle.

Freuen können sich auch die gut 22 500 Einwohner, denn was die Gebühren für Wasser und Abwasser angeht, für die die VG zuständig ist, bleiben sie von einem tieferen Griff ins Portemonnaie verschont: Die Preise bleiben konstant. Schwerpunkte der Investitionen im nächsten Jahr sind wie gehabt die Bereiche Brandschutz und Schulen.

Ein größerer Posten sind mit gut 750 000 Euro die Planungs-/Baukosten für die Erneuerung der Kunststoff-Laufbahnen im Wehrbüschstadion in Daun.

Ein dicker Brocken ist das Projekt Neubau der Turnhalle in Dockweiler. Knapp 1,8 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, wobei die VG unter anderem auf einen Zuschuss von gut 800 000 Euro aus einem Förderprogramm des Bundes hofft.

Die gut 40 Jahre alte Halle der Grundschule soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Soweit besteht Einigkeit zwischen VG Daun als Schulträgerin und der Gemeinde Dockweiler. Unverändert sind aber die Fronten, was die von der Gemeinde gewünschte Mehrzwecknutzung der Halle angeht.

Der VG-Rat hatte im Juni beschlossen, sich nicht an den Kosten (knapp über 400 000 Euro)  zu beteiligen. Die soll Dockweiler allein aufbringen, wofür Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg allerdings wenig Verständnis hat. Er sagt: „Nicht nur, dass es eine gewaltige finanzielle Bürde für den Ort wäre, hier geht es auch um eine grundsätzliche Frage.“ Seiner Ansicht nach profitiert Dockweiler nicht allein von einer Mehrzwecknutzung der Halle, „sondern der ganze Einzugsbereich der Schule und die Schule selbst. Deshalb kann es nicht sein, dass wir das allein stemmen sollen.“ Und ergänzt: „Aus unserer Sicht sollte sich die VG fragen, was sie an den Schulstandorten an Infrastruktur vorhalten und ob sie sich dementsprechend auch finanziell beteiligen will.“ Was den konkreten Fall Dockweiler angeht, „stehen wir nach wie vor für Gespräche zur Verfügung.“