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Handy, Hotel, Handel, Hochbrücke: Das bewegt

Handy, Hotel, Handel, Hochbrücke: Das bewegt

Einige starke Themen hat der TV aus den Vorschlägen der Bürger sofort aufgegriffen und darüber berichtet: die Fusion Gerolstein-Hillesheim, die Angst der Gerolsteiner Händler vor dem Neubau der Hochbrücke, die Umnutzung des Brunnenareals sowie das Smartphone und die sozialen Netzwerke als Lust und Laster der Eifeler Jugend zugleich. Weitere Themen wie der Gesteinsabbau werden folgen. Versprochen!

Gerolstein. Am Anfang war der Aufruf: der Aufruf des TV an die Bürger, uns Themen zu nennen, die ihnen besonders auf den Nägeln brennen. Auf großen und kleinen Plakaten im Gerolsteiner und Hillesheimer Land sowie an der Oberen Kyll mit dem Appell "Was willst du wirklich?".
Auf die Berichterstattung des TV bezogen (es gab auch ganz andere Wünsche; siehe Pitter), kamen durchaus zu erwartende Vorschläge heraus wie die anstehende Fusion der Verbandsgemeinden Gerolstein und Hillesheim samt einiger Gemeinden der Oberen Kyll. Schließlich ist das bereits seit Jahren Thema. Also haben wir uns nochmals umfassend des Themas angenommen und den Bericht erneut durch Plakate angekündigt - wie bei Folgegeschichten ebenfalls. Das war neu und sorgte für Gesprächsstoff.
Jugend und Internet


Aber uns erreichten eben auch unerwartete Vorschläge. So wie der Appell: "Macht doch mal was über die Jugend, und was sie bewegt!" Aha. Also, Hörer in die Hand genommen und mit Kreisjugendpfleger Kurt Laux gesprochen, sich mit einigen Jugendlichen getroffen und geplaudert. Und schnell war klar, was DAS Thema ist: der Umgang der Eifeler Jugend mit Smartphone und sozialen Netzwerken wie Whatsapp und Facebook. Und es stellte sich heraus, dass die Sache ihre zwei Seiten hat: Einerseits kann keiner der jungen Leute mehr ohne, und wer sich verweigert, ist out. Und es hat gerade in der Eifel mit ihren schlechten Busverbindungen ja auch einen unschätzbaren Vorteil, wenn man mit den Freunden in Kontakt sein kann, obwohl sie drei, vier Dörfer weiter wegwohnen.
Andererseits übertreiben es nicht wenige und hängen fast den ganzen Tag an ihrem Bildschirm. Das nervt inzwischen auch immer mehr Teenager selbst. Zum Beispiel, wenn man sich eigentlich mit ein paar Freunden oder Freundinnen trifft und sich einer oder eine dann trotzdem nur dem eigenen Smartphone widmet. Und bei so manchem scheint es da auch bis zur Abhängigkeit nicht mehr weit zu sein. Das vermuten sowohl die Jugendlichen selbst, aber eben auch Experten wie eine Schulsozialarbeiterin und ein Suchtberater, mit denen wir ebenfalls gesprochen haben.

Gesprächsthema Brunnenareal


Viel gesprochen wird seit geraumer Zeit in Gerolstein auch über die künftige Nutzung des innerstädtischen Areals des Gerolsteiner Brunnens. Sowohl die Kommunalpolitiker als auch Gerolsteins Händler sind sich einig, dass das Gebiet, in dem rund 28 000 Quadratmeter für die Ansiedlung von Geschäften und touristischen Angeboten zur Verfügung stehen, eine deutliche Aufwertung der Brunnenstadt bringen kann. Welche Ansiedlungen allerdings am besten für die Stadt sind, darüber gehen die Meinungen derzeit weit auseinander. Die bisherigen Vorschläge reichen von einem Discounter über ein Hotel bis hin zu einer Sport- und Spielhalle. Dabei hat die große öffentliche Diskussion noch gar nicht begonnen.
Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz hat aber bereits angekündigt, Ende Januar 2015 speziell dazu eine Bürgerversammlung einzuberufen. Bereits auf großen Widerhall gestoßen ist die Plakataktion des Volksfreunds - besonders die Ankündigung der Berichterstattung über den Neubau der Hochbrücke und die Angst der Gerolsteiner Geschäftsleute vor massiven Umsatzeinbußen während der Bauzeit. Schließlich verläuft die Hauptverkehrsader der Brunnenstadt, die B 410, über die Brücke. Und wenn die abgerissen wird …
"GEROLSTEINER GESCHÄFTSLEUTE WOLLEN KEINE KUNDEN …verlieren", titelte der TV auf seinen Plakaten - und sorgte damit bei der Händlerschar für Aufsehen. Das haben Gewerbeverein und TV dann im Schulterschluss genutzt, um mit einem weiteren Plakat auf den anstehenden verkaufsoffenen Sonntag am ersten Advent in der Brunnenstadt hinzuweisen.
Gesteinsabbau im Blick


Den weiteren eingegangenen Hinweisen der Bürger wird sich der TV in den nächsten Wochen und Monaten widmen - und dabei verstärkt ein Augenmerk auf die Entwicklungen in Sachen Gesteinsabbau werfen. Denn dieses Thema brennt offenkundig vielen Menschen in der Vulkaneifel auf den Nägeln. Und wir freuen uns natürlich über zusätzliche Themenvorschläge.