1. Region
  2. Vulkaneifel

Hans Nieder organisiert Dauner Fototage: Eher Vergnügen als Arbeit

Hans Nieder organisiert Dauner Fototage: Eher Vergnügen als Arbeit

Die Fototage haben im vergangenen Jahr mehr als 2500 Besucher nach Daun gelockt. Veranstalter Hans Nieder rechnet auch in diesem Jahr mit viel Publikum. Die Fototage finden vom 16. bis zum 19. März in Daun statt.

Daun. "Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut", sagte der französische Fotograf und Regisseur Henri Cartier-Bresson einst. Die Besucher der Dauner Fototage haben nicht nur eine Sekunde, sondern vier Tage Zeit, gute Fotos zu bewundern.
Im vergangenen Jahr sind mehr als 2500 Besucher zu den verschiedenen Veranstaltungen der Fototage gekommen. "Wir haben hier in der Eifel ein großartiges Publikum", weiß Hans Nieder, Initiator der Fototage in der Vulkaneifel, aus Erfahrung. "Das Medium ändert sich; was bleibt ist die Faszination für Fotografie und für die Geschichte dahinter", so beschreibt Nieder die Entwicklung in den acht Jahren der Dauner Fototage.Faszinierende Authentizität


Es sei "das Authentische", das diese Faszination für die Zuschauer ausstrahle, betont Nieder weiter: "Der Referent hat die Bilder gemacht, ihn kann ich hinterher fragen." Auch für ihn selbst sei es "immer wieder etwas Besonderes mit den Menschen zusammen zu sein, gute Kontakte zu denen zu pflegen, die in dem Medium Fotografie die ganze Welt einfangen."
Nieder bezeichnet sich als "Fotograf mit Leib und Seele", hat selbst im väterlichen Betrieb in Birresborn das Handwerk Fotografie gelernt und vor 45 Jahren sein Studio in Daun aufgebaut. "Bei den Fototagen sagen manche zu mir, dass sie mir die Begeisterung anmerken und das ist auch so. Ich habe genau so Spaß daran wie das Publikum, und es macht mir auch Spaß, auf der Bühne mit den Referenten zu sprechen und mit ihnen zusammen Stimmung zu erzeugen", erklärt er.
Für sein Engagement ist Nieder im vergangenen Jahr mit dem Eifel-Award der Zukunftsinitiative Eifel ausgezeichnet worden. "Darüber habe ich mich sehr gefreut, aber als projektbezogener Mensch hat mich vor allem gefreut, dass ich wusste: Dieser Preis hilft dem Projekt Dauner Fototage", erzählt Nieder. "Daraus ist dann eine Einladung ins Fernsehstudio gekommen, und wir sehen jetzt bei den Bestellungen für die Karten neue Adressen. Es sind also neue, interessierte Menschen für die Fototage angesprochen worden."
Auch die Zahlen aus dem Vorverkauf belegen das: "Es sind bereits 60 Prozent der Karten vorbestellt", weiß Nieder. "Das ist natürlich alles mit sehr viel Arbeit verbunden, und ich investiere viel Zeit in das Projekt. Aber ich habe exzellente Unterstützung durch meinen Sohn Sven und meine Mitarbeiter hier in Daun", erklärt Initiator Nieder.
"Ich mache das gerne, und alles, was man gerne macht, kann man nicht als Arbeit bezeichnen, sondern eher als Vergnügen", betont der Macher der Dauner Fototage.
Das Programm der Fototage im Forum Daun (siehe Extra) wartet dieses Jahr mit zwei Neuerungen auf: Statt zwei Fotoseminaren zur Fotografie wird es einen dritten Workshop geben zum Thema Bildbearbeitung, und bei den Bilderschauen werden auch Aufnahmen aus Drohnen-Perspektive gezeigt.Extra

Donnerstag, 16. März: Ausstellungseröffnung mit Fotos von Wilfried Glatten (19 Uhr, Volksbank Daun). Freitag, 17.März: Multi-Vision-Schau "Das große Bulli-Abenteuer Istanbul-Nordkap" von Peter Gebhard (19.30 Uhr). Samstag, 18. März: Foto-Infomesse (10 bis 17 Uhr), Fotoseminar "Landschaft, Natur, Menschen" mit Martin Engelmann (10 Uhr), Videoseminar "Der Weg zum guten Video" mit Josef Niedermeier (10 Uhr), Lightroom-Seminar mit Peter Hoffmann (15 Uhr), Preisverleihung Jugend-Fotowettbewerb (16.30 Uhr), Multi-Vision-Schau "Südamerika querdurch - vom Pazifik zum Atlantik" mit Axel Brümmer und Peter Glöckner (19.30 Uhr). Sonntag, 19. März: Multi-Vision-Schau "Zu Fuß nach Rom - Auf dem Franziskusweg" mit Martin Engelmann (14.30 Uhr), Multi-Vision-Schau "Madagaskar - Das Erbe von Lemuria?" mit Josef Niedermeier (18 Uhr). AIX