Haus zieht alle Blicke auf sich

Haus zieht alle Blicke auf sich

DOCKWEILER. Der Umbau des Pfarrer-Hubert-Schmitz-Hauses in Dockweiler läuft termin- und kostengerecht. Beginn der Generalsanierung war vor rund zehn Monaten. Die Einweihung ist bei der Laurentius-Kirmes vom 12. bis 15. August.

Markant wirkt das neue Metalldach mit den zwei Spitzgauben. Und die neue Fassade signalisiert die Generalsanierung auf farbige Weise. „Hier entsteht im Ortskern ja auch etwas Neues“, sagt Siegfried Schüller zur Wahl des kräftigen Farbtons, der das „alte“ Pfarr- und Jugendheim „Pfarrer-Hubert-Schmitz-Haus“ auffallen lässt. Schüller ist Bauleiter vom Architekturbüro Lenartz/Lenartz und Partner (Hillesheim) und zweiter Beigeordneter seiner Heimatgemeinde. Beginn der Komplettsanierung war im Sommer des vergangenen Jahres (der TV berichtete).

Einweihung während der Kirmes

Mit der Betreuung des Umbaus seitens der Gemeinde ist Reinhold Gerhards vom Bauausschuss betraut. Er schildert, dass sich die Generalsanierung und Neueinrichtung ganz an modernen Maßstäben (für Umwelt, Nutzung) orientiert. Derzeit läuft der Innenausbau im großen Saal mit neuer Küche und Schanktheke. Die Toiletten, die sich ehemals in diesem Bereich befanden, wurden zusammen mit einem Mehrzweckraum in den neuen Anbau integriert. „Die Einweihung wird zur Kirmes vom 12. bis 15. August sein“, kündigt Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg an. Die Gestaltung des Fests werden die vier Ortsvereine übernehmen, die im Wechsel die Kirmes organisieren: die Feuerwehr, der Gemischte Chor, der Karnevalsverein und der Sportverein. Ein Blick in die Vergangenheit: Das als Pfarr- und Jugendheim genutzte Pfarrer-Hubert-Schmitz-Haus hatte die Kirchengemeinde Dockweiler 1968 in viel Eigenleistung in der Nähe der Pfarrkirche erbaut.

Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung war das Haus in die Jahre gekommen: Zustand und Einrichtung waren nicht mehr zufriedenzustellend. Nur noch die Grundmauern waren solide und boten in bester Ortslage – das Haus liegt in der Nähe Pfarrkirche, wo es genügend Parkplätze und eine Grünfläche gibt – den bewährten Grundstock für ein nahezu neues Gemeindehaus. Das dörfliche Kulturleben stärken Damit für die Generalsanierung eine Fördersumme von 229 000 Euro aus dem Topf des Dorferneuerungsprogramms des Landes fließen konnte, musste erst die Ortsgemeinde Eigentümerin des Gebäudes werden. Die Gesamtkosten betragen 700 000 Euro. Nach aktueller Rechnung bleiben die Kosten in diesem Rahmen, sagt der Ortsbürgermeister. Zur Zukunft des Hauses sagt er mit Blick auf die Dorfentwicklung von Dockweiler (740 Einwohner): „Das dörfliche Kulturleben muss erhalten bleiben und gestärkt werden. Dafür bietet die Ortsgemeinde Raum.“ Außerdem werden weitere Nutzungsmöglichkeiten angeboten: „Das Pfarrer-Hubert-Schmitz-Haus wird auch gut für Familienfeiern geeignet sein“, sagen die Ortsvertreter. Besonders im Hinblick darauf, dass es schon seit Jahren keinen Gasthof-Saal mehr im Dorf gibt. Bürgermeister von Landenberg ist überzeugt: „Der Umbau ist eine Investition in die Zukunft.“ In ein Haus, das bereits jetzt aus allen Ortsrichtungen Blicke auf sich zieht.

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