Heiligenhäuschen gehört zum Dorf

Heiligenhäuschen gehört zum Dorf

Wer den Karl-Carstens-Weg zwischen Schalkenmehren und Weinfeld passiert, gelangt zu einem Heiligenhäuschen. Mancher Wanderer und Spaziergänger hält dort inne für ein kurzes Gebet an die Gottesmutter oder zieht andächtig den Hut, denn dieses Heiligenhäuschen ist der heiligen Maria gewidmet, mit einer Pieta im Inneren.

Schalkenmehren. (bs) Die Kapelle am dritten Maarrundweg wurde von Johann Adam Schmitz-Hermes um 1918 erbaut und heißt seitdem Hermes-Heiligenhäuschen. Um 1918 löste er ein Gelübte ein, denn er hat sich vorgenommen: "Wenn du heil in die Heimat nach dem Krieg kommst, erbaust du einen Bildstock!"

In diesem Bildstock ist eine Schrifttafel angebracht mit den Worten: "Geh nie vorbei, schau über dich, mit einem Ave grüße mich, dann werde ich bei dem Sohne mein, Fürsprecher für dich Armer sein." Und eine Ruhebank daneben lädt zum Besinnen ein.

Später kümmerte sich der Familienangehörige Martin Schmitz-Hermes um die Ikone am Höhen-Maarweg. Die Pflege wurde von Rosi und Hans Bartz übernommen, die sich etwa 25 Jahre nicht nur um den kleinen Massivbau kümmerten, sondern auch regelmäßig Kerzen ins Innere stellten. Außerdem wurden Restaurierungen vorgenommen.

Monika Maas kümmert sich ums Häuschen



Das Dach und die Fußbodenplatten wurden von Hans Bartz und Johann Ewertz ausgebessert, und als die Marienfigur Schaden erlitten hatte, stellte der Landgasthof Michels eine neue Pieta zur Verfügung. Rosi Bartz erzählt: "Um mehr Schutz zu gewähren, brachten Rudi Schäfer und Willi Dahmen ein Eisengitter an."

Seit dem Tod von Hans Bartz fühlt sich Tochter Monika Maas seit sechs Jahren für das Häuschen verantwortlich, und während dieser Zeit ist wiederum viel ehrenamtliche Arbeit an der Gedenkstätte geleistet worden. Anlieger Bruno Stolz stellte Farben zur Verfügung, damit Malermeister Franz Schmitz einen neuen Innenanstrich und eine Ausbesserung der Marienfigur vornehmen konnte.

2010 wurde das Dach wieder von Thorsten Maas, Johann Ewertz, Jochen Geibel und Thorsten Heupel neu gedeckt, und die notwendigen Materialien wurden vom Hotel Schneider-Schild, Landgasthof Michels, Dorfgasthof Günter Schmitz und der Firma Nebeler aus Daun gesponsert.

Seitdem pilgern noch mehr Gläubige, Ruhe- und Beistandsuchende zu dem kleinen sakralen Bau. Monika Maas, die weiterhin Gedenklichte und Blumen an diesen Platz bringt, meint: "Es wäre schön, wenn die Tradition fortbesteht, und viele Schalkenmehrener helfen, das Heiligenhäuschen im Neie Wäsch (Neuen Weg) stets in einem würdigen Zustand zu erhalten, denn es gehört fast schon ein Jahrhundert zum Dorf und zu den Ortsbewohnern."