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Helfer retten nachts unterkühlten Fahrer bei Dockweiler

Helfer retten nachts unterkühlten Fahrer bei Dockweiler

Eine Autofahrerin, die Polizei sowie Fußspuren im Schnee haben einem betrunkenen 40-Jährigen vermutlich das Leben gerettet: Nachdem er nach Angaben der Beamten zwischen Dockweiler und Nerdlen mit seinem Auto einen Unfall gebaut hat, ist er zu Fuß geflüchtet, dabei ist er wohl mehrfach gestürzt und schließlich im Schnee liegen geblieben. Die Polizei und der Rettungsdienst brachten ihn rechtzeitig ins Krankenhaus.

Minus 3,5 Grad war es gegen 2 Uhr in der Nacht auf Donnerstag in der Nähe von Dockweiler. Also dann und dort, wo eine aufmerksame Autofahrerin der Polizei einen Unfall gemeldet hat.

In einem Graben an der B 410 neu/L 67 zwischen Dockweiler und Nerdlen lag in Höhe der Wildbrücke ein Auto. Wie sich herausstellte, war der Wagen zunächst in Höhe der Einmündung nach Dreis-Brück über die Verkehrsinsel gefahren. Etwa 300 Meter weiter landete das Auto in besagtem Graben. Der Fahrer war aber nicht mehr da, als die Polizei gegen 2.10 Uhr an der Unfallstelle eintraf. Dafür gab es Fußspuren im Schnee, die eine steile Böschung hinaufführten.

Entlang des Wildzauns gingen die Spuren weiter in Richtung Nerdlen. Denen folgten die Beamten und der ebenfalls eingetroffene Rettungsdienst.

Nach etwa 100 Metern fand der Suchtrupp einen 40-jährigen Mann aus dem Vulkaneifelkreis, der offensichtlich erheblich alkoholisiert war.

Der erste Test ergab einen Wert von 2,19 Promille. Der Mann war laut Polizei zwar ansprechbar, aber "stark benommen" - und er litt bereits an Unterkühlung. Daher wurde er rasch zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Für die Polizei, die noch eine Blutrobe anordnete und ein Ermittlungsverfahren einleitete, ist zweifelsfrei, dass der Mann der Fahrer des Unfallautos war. Die Spuren haben zudem ergeben, dass der Mann bei seiner Flucht bereits mehrfach gestürzt war. Mutmaßlich blieb er liegen, weil er betrunken und entkräftet war. Am Auto entstand Totalschaden.

Nur der aufmerksamen Verkehrsteilnehmerin ist es laut Polizei zu verdanken, dass der Autofahrer rechtzeitig vor dem Erfrieren gefunden wurde.