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Hier wird gekleckst und nicht geklotzt

Hier wird gekleckst und nicht geklotzt

DAUN. Erneut hat die Schülerzeitung "Der Klecks" einen ersten Preis beim rheinland-pfälzischen Schülerzeitungswettbewerb gewonnen. Das hat schon Tradition: 13 erste, sieben zweite und vier dritte Plätze lautet die bisherige Bilanz des Klecks, der 2006 40 Jahre alt wird.

"Die Schülerzeitung ,Der Klecks' des Thomas-Morus-Gymnasiums Daun hat den ersten Preis in der Kategorie Gymnasien/Integrierte Gesamtschule beim rheinland-pfälzischen Schülerzeitungswettbewerb gewonnen": ein Auszug aus der Pressemitteilung des Mainzer Bildungsministeriums zum Ergebnis des Schülerzeitungswettbewerbs 2004/2005. Genausogut hätte dieser Passus aus einem anderen Jahr stammen können, denn der Klecks sammelt seit langem Auszeichnungen in Serie. Genauer gesagt: Der Klecks erreichte bislang 13 erste, sieben zweite und vier dritte Plätze. 1966 erschien die erste Ausgabe

In helle Aufregung wird die Redaktion denn auch nicht mehr versetzt, wenn ihr wieder ein Preis verliehen wird. Aber ein Wettbewerbs-Sieg ist immer ein großer Ansporn für alle Beteiligten, den erfolgreichen Weg fortzusetzen. Den Klecks gibt es seit fast 40 Jahren. 1966 erschien er erstmals, anfänglich wöchentlich und hauptsächlich als Schulinformationsbroschüre genutzt. Infobörse ist die Schülerzeitung immer noch, wenn es beispielsweise darum geht, neue Lehrer vorzustellen. Aber darüber ist er längst ein Forum für Diskussionen und Veröffentlichungen zu Themen sowohl aus dem direkten schulischen Umfeld als auch darüber hinaus. Die Redaktion hat rund 30 Mitglieder und setzt sich aus Schülern fast aller Klassenstufen zusammen. Den "harten Kern" bilden 15 Mitstreiter, die teils nicht nur schreiben, sondern auch bei der Produktion helfen, Anzeigenkunden besuchen und einiges mehr. "Finanzminister" Matthias Klein (18, Daun) verwaltet einen Haushalt von rund 6000 Euro. Betreut wird die Klecks-Redaktion von den Lehrern Ralf Säuberlich (42) und Reinhold Heinz-Hachgenei (48). Die beiden stehen für Kontinuität: Heinz-Hachgenei ist seit zwölf Jahren dabei, Säuberlich seit sieben. Der Klecks erscheint zwei Mal im Schuljahr, vor den Sommer- und den Weihnachtsferien. In der Regel kommen rund 120 bis 150 Seiten zusammen, die Auflage beträgt 1200 Exemplare. Kurz vor der Fertigstellung der Ausgabe vor Weihnachten herrscht im Klecks-Raum und einem benachbarten Klassenzimmer ein einziges Kommen und Gehen. Aus dem Produktionsraum ist schon mal ein gellender Schrei zu hören, letzte Anzeigenaufträge werden noch an Land gezogen, an den Rechnern werden die Artikel gestaltet. Nachwuchsjournalisten wie die Siebtklässler Martin Roos (13) aus Eckfeld und Martin Schuster (12) aus Mehren besprechen mit den betreuenden Lehrern noch das Interview mit einem neuen Lehrer, das im neuen Klecks erscheinen soll. Die beiden Martins sind schon länger dabei, "weil es richtig Laune macht und wegen der besonderen Atmosphäre, bei dieser Schülerzeitung mitzuarbeiten", berichten sie. Neu dabei ist Jochen Geilenkirchen (12) aus Kelberg, und er hat richtig losgelegt. Gleich mehrere Artikel hat er geschrieben; dafür gibt es auch ein Lob von Reinhold Heinz-Hachgenei: "Er ist eine echte Verstärkung für uns. Über solch fleißige Neuzugänge freuen wir uns immer." Für die thematische Richtung sorgen die Chefredakteure Martin Klein (18) aus Meisburg und Jürgen Klöckner (17) aus Üdersdorf. Darüber hinaus betreuen sie den noch nicht so erfahrenen Nachwuchs und müssen die Mannschaft auch schon mal motivieren, wenn die Stimmung nicht so gut ist. Für Jürgen Klöckner ist die Mitarbeit im Klecks einen erste Etappe im Journalismus, denn er kann sich vorstellen, "in diesen Bereich auch beruflich zu gehen". Zunächst geht sein Blick und der der Redaktionsmitglieder aber in die ganz nahe Zukunft: die demnächst erscheinende Klecks-Ausgabe. Spätestens mit Beginn der Weihnachtsferien können sie sagen: Sie haben es geschafft - und sind geschafft.