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Hilfe für Kinderheim in Ghana kommt aus der Region

Hilfe für Kinderheim in Ghana kommt aus der Region

Vor gut zweieinhalb Jahren hat Isabell Hayer aus Strotzbüsch einen Förderverein für das Kinderheim "Teepalig Gbeogo" im Norden Ghanas gegründet. Ein Erfolgsmodell. Mittlerweile ist aus einem heruntergekommenen Gebäude ein Zuhause für rund 25 Jungen und Mädchen geworden.

Strotzbüsch/Ghana. (bm) Vor gut zweieinhalb Jahren hat Isabell Hayer aus Strotzbüsch einen Förderverein für das Kinderheim "Teepalig Gbeogo" im Norden Ghanas. Grund: Als Helferin hatte sie dort allein gelassene Kinder vorgefunden, die nicht genug zu essen hatten, geschweige denn eine Schule besuchen konnten.

Dank des Vereins hat sich "Teepalig Gbeogo" zu einer vom dortigen Pfarrer gut geführten Einrichtung entwickelt, die zudem als Dorfzentrum bei der Bevölkerung hohes Ansehen genießt. Regelmäßig berichten die Helfer aus Deutschland und Belgien, die Pastor Jacob und einige Frauen aus dem Dorf bei ihrer Arbeit unterstützen, vom Leben im "Teepalig Gbeogo Children's Home". Zum Jahreswechsel informierte Isabell Hayer die Vereinsmitglieder, die Paten der Kinder und alle Sponsoren über die Entwicklung des Projekts. Mittlerweile ist das Kinderheim für rund 25 Jungen und Mädchen ein liebevolles Zuhause. Alle besuchen die Schule, ihre Freizeit gestalten sie mit gemeinsamen Spielen, Sport, beim Singen im Chor und beim Tanzen. Besaßen die Kinder noch vor drei Jahren fast nichts, hat nun jedes ein Bett, einen Schrank, Kleidung und Schulsachen. Außerdem achten die Betreuer darauf, dass die Kinder abwechslungsreiche Mahlzeiten bekommen.

Dafür musste auch erst die Küche neu gestrichen, von außen verputzt und mit dem Nötigsten ausgestattet werden. Isabell Hayer berichtet: "Madame Teni, die Frau aus dem Dorf, die für die Kinder kocht, ist glücklich mit einem größeren Kochtopf, neuen Kochlöffeln, einem Sieb und einigen Schüsseln." Da die Hygiene eine große Rolle bei der Gesundheitsvorsorge spielt, haben die Helfer ein Toilettenhäuschen gebaut. Ein Arzt aus einem Nachbarort hat zugesagt, die Kinder regelmäßig zu untersuchen, zumal viele häufig an Hautkrankheiten und Würmern leiden. Zudem hat der Verein es ermöglicht, dass die Jungen und Mädchen gegen Hepatitis B geimpft werden konnten, eine Krankheit, die im Norden Ghanas sehr verbreitet ist. Schließlich wurde für Pastor Jacob ein Büro eingerichtet, wo er auch wichtige Dokumente aufbewahren kann. Computer, Internetanschluss und ein Drucker erleichtern seine Arbeit. Noch bis zum Sommer arbeitet ein junger Mann aus Frankfurt ehrenamtlich im Kinderheim "Teepalig Gbeobo".

Spendenkonto: Förderverein für das Kinderheim "Teepalig Gbeogo", Kreissparkasse Vulkaneifel, Bankleitzahl 586 512 40, Konto 99028.