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Hillesheim will weiterhin Schutz für Fußgänger an der Kita

Verkehrssicherheit : Stadt kämpft weiter um den Schutz der Kinder

Nach Absage für Zebrastreifen an der integrativen Kita in Hillesheim wird auf Verkehrsberuhigung gedrängt.

In der Diskussion um einen Zebrastreifen an der integrativen Kindertagesstätte in Hillesheim (Prümer Straße) lässt die Stadt trotz vieler Rückschläge nicht locker: Nach einem erneuten Vor-Ort-Termin mit der Verbandsgemeinde, dem Ordnungsamt, der Polizei und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) war der Wunsch der Stadt, einen Zebrastreifen einzurichten, zwar erneut wegen der offenbar zu geringen Frequenz abgelehnt worden. Dafür aber machte der LBM den Vorschlag, mithilfe einer provisorischen Fahrbahnverengung das Tempo der Autos zu drosseln.

Der Bauausschuss der Stadt schaute sich die Sache nun noch einmal vor Ort an und beschloss nach eingehender Beratung, diesen Vorschlag zurückzuweisen. Die Begründung: Er sei nicht ausreichend. In der Tat zeigte sich auch bei diesem Treffen, dass nur die wenigsten Autofahrer sich dort an das Tempo-30-Limit halten: Die aktuell dort installierte Messanlage zeigte in der Regel Geschwindigkeiten zwischen 40 und 50 Stundenkilometer an. Und es lässt sich vermuten, dass dann, wenn keine Menschengruppe an dieser Stelle auf dem Fußweg sich berät, die Autos noch schneller durchfahren.

Und so fordern die Stadtverantwortlichen, dass sowohl am Ortseingang aus Richtung Oberbettingen als auch aus Richtung Stadtmitte jeweils beidseitige Fahrbahnverengungen installiert werden. „Nur so erscheint uns gewährleistet, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit auf das vorgeschriebene Tempo 30 an dieser Stelle, wo viele Eltern mit ihren Kindern die Straße überqueren, drosseln“, fasste Gerald Schmitz (CDU), erster Stadtbeigeordneter und zuständig für Bauangelegenheiten, die Meinung des Gremiums zusammen.

Ob es dazu kommt, muss nun in nochmaligen Beratungen mit dem LBM geklärt werden, da dieser sich ja nur für eine provisorischer Fahrbahnverengung in der Mitte Ausgesprochen hat. Provisorisch deswegen, weil die Straße ja erst vor wenigen Jahren komplett neu ausgebaut wurde und die Stadt damals keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen gefordert hatte. Und eine neue Straße will der LBM jetzt nicht wieder aufreißen. Er stellte aber in Aussicht, dass dann, wenn das Baugebiet Grüner Weg erschlossen wird, auch die Straßeneinmündung neu gestaltet werden kann. Dann auch eventuell mit einer Überquerungshilfe.

Zum Verständnis: Die Straße Grüner Weg mündet direkt gegenüber der Kita in die Prümer Straße ein. Eine Entschärfung der Gefahrenstelle für Fußgänger könnte sich also in gar nicht allzu langer Zeit anbahnen: zunächst durch die provisorischen Temporeduzierungen (falls sie denn kommen) und dann durch den eventuellen Straßenumbau. Schließlich hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Empfehlung an den Stadtrat ausgesprochen, für das vorgesehene Neubaugebiet Grüner Weg einen Bebauungsplan aufzustellen.