HINTERGRUND: Kalk

Die meisten Kalkstein-Lagerstätten in Deutschland sind vor Jahrmillionen in ehemaligen Meeren entstanden. Skelette und Schalen von Lebewesen, die an der Meeresoberfläche lebten, sanken nach ihrem Tod auf den Grund und setzten sich dort als Kalkschlamm ab. Teilweise reagierte dieser Schlamm mit magnesiumhaltigen Wässern zu Dolomit. Im Lauf der Zeit verfestigte sich der Schlamm zu Kalk, wie er heute abgebaut wird. Ein Teil des Kalks wird ungebrannt als Schotter, Splitt, Sand oder Mehl (als Betonzusatzstoff) verwendet. Brennkalk findet vielfache Anwendung: als Baustoff, zum Binden der Schlacke bei der Eisengewinnung und Stahlerzeugung, zur Wasseraufbereitung, als Säureregulator und Dünger sowie als Filterprodukt. (mh)

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