HINTERGRUND

Forstamt Daun: Arbeitsplätze: 71, Größe: 16 000 Hektar, 13 Reviere und ein Maschinenbetrieb, Holzeinschlag 2003: 86 000 Festmeter. Forstamt Gerolstein: Arbeitsplätze: 63, Größe: 15 500 Hektar (vorher 10 000 Hektar), 12 Reviere in 29 Gemeinden (vorher 8/13), Holzeinschlag 2003: 90 000 Festmeter.

Forstamt Hillesheim: Arbeitsplätze: 37, Größe: 13 000 Hektar (vorher 8000 Hektar), zehn Reviere in 53 Gemeinden (vorher 7/17), Holzeinschlag 2003: 40 000 Festmeter. Auswirkungen landesweit bis 2010: Reduzierung der Anzahl der Forstämter von 88 auf 45, Einsparungen insgesamt 27 Millionen Euro, davon alleine 24,5 Millionen bei den Personalkosten. Laut Reformpapier wird jede siebte Forstamtsleiterstelle (höherer Dienst) und jede zehnte Büroleiterstelle (gehobener Dienst) wegfallen. Wirtschaftsfaktor Wald im Kreis Daun: Spitzenreiter bei den Betriebsergebnissen ist das Forstamt Gerolstein mit einem durchschnittlichen Ertrag von 50 Euro je Hektar Gemeindewald und 150 Euro je Hektar Staatsforst. Landesweit werde "gerade mal eine schwarze Null geschrieben", erklärt Forstamtsleiter Wolfgang Witzel. Der Dauner Kollege Karl-Ludwig Pentzlin bremst die Euphorie: "Bei der Berechnung des Ergebnisses für den Staatsforst werden die Lohnkosten für die Förster nicht wie beim Gemeindewald abgezogen." Im Dauner Staatswald liegt der Ertrag durchschnittlich bei 113 Euro je Hektar (2002 bei 96 Euro) und im Gemeindewald bei 20 Euro (2002 bei 38 Euro). Hillesheims Forstamtsleiter Martin Manheller verrät keine konkreten Zahlen, sondern spricht von "kleinen Überschüssen". Der Hillesheimer und ehemals Kelberger Forstamtsbezirk wurde am stärksten von den großen Windwürfen gebeutelt und hat mit nur sechs Prozent Staatsforst-Anteil eine völlig andere Struktur als die beiden anderen Bezirke im Kreis. Diese Faktoren erklären auch teilweise die gravierenden Unterschiede im Anteil des Jahres-Holzeinschlags zur Gebietsgröße und Mitarbeiterzahl im Vergleich zu den Forstämtern Gerolstein und Daun.

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