HINTERGRUND

Die Aktionen von Interkommunaler Arbeitsgemeinschaft "Pro A 1" und Bürgerbündnis sollen eine möglichst rasche Finanzierung des Lückenschlusses ermöglichen. Dabei müsse sich vor allem der Konkurrenz mit der B 50 neu gestellt werden, sagt Werner Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun. Hintergrund: Statt wie bisher mittels Fünf-Jahres-Plänen würden beim neuen Bundesverkehrswegeplan Mittel für die Länder jährlich bereitgestellt. "Wir wollen und müssen dafür kämpfen, dass die A 1 gleichberechtigt in die Mittelbereitstellung kommt, wie die B 50 neu", sagt Klöckner. Und zwar sowohl für den Abschnitt bis Kelberg, der theoretisch schon gebaut werden könnte, als auch für die beiden Abschnitte Blankenheim-Adenau-Kelberg, deren Baureife 2004 vorliegen soll. An das Ziel der Landesregierung, bis 2010 den Lückenschluss zu verwirklichen, glaubt Klöckner ohnehin nicht mehr. Nach seiner Rechnung ist frühestens 2015 damit zu rechnen. Verärgert reagiert er auf die aus seiner Sicht zu zögerliche Haltung der rheinland-pfälzischen Landesregierung, die bislang nicht wie die NRW-Regierung darauf hinwirken will, den "besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrag" für den Lückenschluss aus dem Bundesverkehrswegeplan streichen zu lassen (der TV berichtete). Die IHK und HWK Trier fordern derweil in einem Brief an den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage Aufklärung unter anderem in der Frage, was das Land unternehmen will, damit es beim A 1-Lückenschluss keine Verzögerungen durch Ausweisung von FFH- oder Vogelschutzgebieten geben wird. Hintergrund: Das von Rheinland-Pfalz an die Europäische Union nachgemeldete Vogelschutzgebiet "Ahrgebirge" in den Kreisen Ahrweiler, Daun und Mayen-Koblenz, das die A 1 teilweise tangiert, ist noch nicht förmlich festgelegt. Erst wenn das der Fall ist, kann ein Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig werden.

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