HINTERGRUND

Finanzierungs-Fragen Kaum eine feste Größe gibt es bei der Finanzierung der Sanierung und des Umbaus des Hauses Burgstraße 19 in Hillesheim zu einem Vereins- und Kulturhaus: Fördergelder: Zwar hat die Stadt Hillesheim Bund und Land davon überzeugen können, 238 000 Euro der für die Stadtsanierung bereits geflossenen und verbauten Fördergelder nicht zurückzahlen zu müssen, wenn damit ein weiteres Haus im Stadtkern saniert wird.

Das muss aber bis 30. November 2005 geschehen, ansonsten wird die Rückzahlung fällig. Noch ist aber unklar, ob die Stadt von den Anliegern die gesamte Summe auch bekommt. Schließlich läuft genau dazu ein Verwaltungsgerichtsverfahren, dem sich etliche weitere anschließen könnten. Verliert die ohnehin finanziell gebeutelte Stadt, muss sie sich das Geld anderweitig besorgen. Im aktuellen Haushalt der Stadt klafft ein Loch von rund 270 000 Euro.Umbau-Kosten: Bislang sind die Kosten für Sanierung, Umbau und Inneneinrichtung stets mit 317 000 Euro kalkuliert worden. Das hätte abzüglich der Ausgleichsbeiträge einen städtischen Eigenanteil von rund 80 000 Euro bedeutet. Nach den Berechnungen des beauftragten Architekten steigen die Kosten für den Umbau auf rund 375 000 Euro, was einem Eigenanteil der Stadt von rund 147 000 Euro entspricht - eine Steigerung von rund 84 Prozent.Laufende Kosten: Durch den gestiegenen Eigenanteil steigen auch die Kosten für den Abtrag des aufzunehmenden Kredits. Wurde bislang von 10 000 Euro an jährlichen Kosten für den laufenden Betrieb des Hauses und den Zinsabtrag ausgegangen, so geht Beigeordneter Klaus Blech nun davon aus, dass jährlich mit 15 000 Euro zu rechnen ist. Trotz alledem appellierte der Hillesheimer Büroamtsleiter Bernhard Kloep an die Stadtratsmitglieder: "Überlegen sie es sich gut! Wenn diese Finanzierungsmöglichkeit ausgeschlagen wird, wird das Haus verkauft werden müssen. Denn eine künftige Finanzierung wird dann mit Sicherheit nicht mehr genehmigt werden." (mh)