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Historisches Pilgerkreuz gerettet

Vereine : Historisches Pilgerkreuz gerettet

Beinahe wäre es für immer verloren gewesen, das mehr als 120 Jahre alte Unfallkreuz an der Straße zwischen Kelberg und Hünerbach. Doch Bernd Hens und seine Nachbarn in Köttelbach retteten es als ein Projekt der Eifelvereins-Ortsgruppe.

(bb) Nach den Recherchen des kürzlich verstorbenen Hermann Meyer, Pfarrer und Regionalhistoriker aus Hillesheim, hatte im Jahr 1896 ein Brudermeister der Maria-Hilf-Prozession bei einem Unfall mit einem Pferd kurz vor dem Kelberger Ortsteil Hünerbach sein Leben verloren. An der Stelle war zum Gedenken an den Brudermeister ein Holzkreuz errichtet worden.

Bis der immer mehr zunehmende Straßenverkehr es nicht mehr erlaubte, hatten sodann nach Meyers Bericht Jahr für Jahr die Teilnehmer der 1844 von Hillesheim nach Koblenz ins Leben gerufenen Wallfahrt an der Stelle Station eingelegt und für den Verstorbenen gebetet.

Irgendwann im vorigen Jahr muss das Kreuz umgefallen und in einem Graben gelandet sein. Dort hatten es zunächst auf Hinweis von Eifelvereins-Wanderern die Kelberger Gemeindearbeiter geborgen und im Bauhof aufbewahrt.

Dann nahm Bernd Hens, Schreiner im Ruhestand und Wegewart beim Eifelverein, die sachkundige Restaurierung in die Hand. Unterstützt wurde er von seinen Köttelbacher Nachbarn Walter Steffens, Ulrich Theisen, Hermann-Josef Wagner und Ewald Wirtz, die für die farbliche Gestaltung des Christuskorpus, die Kupferabdeckung, die Verankerung und den Sockelstein sorgten. Schön ist es geworden!