Hohe Kosten, hoher Nutzen für die Sanierung des Augustinerklosters

Wirtschaft : Hohe Kosten, hoher Nutzen für die Sanierung des Augustinerklosters

Im stadteigenen Hotel Augustinerkloster Hillesheim stehen weitere Sanierungsmaßnahmen an. Damit gibt die Stadt dafür in den kommenden drei Jahren mehr Geld aus, als sie einnimmt. Ausgenommen ideelle Werte.

Das Hotel Augstinerkloster brummt: 68 Prozent Auslastung im November, übers Jahr gesehen mehr als 70 Prozent, aber damit die Hillesheimer Vorzeigeherberge weiter attraktiv für Gäste bleibt, muss investiert werden. Bereits beschlossen ist die Anschaffung einer neuen Schließanlage für das Hotel Augustinerkloster. Kostenpunkt: rund 32 000 Euro.

Doch es gebe noch weitere dringende Sanierungsmaßnahmen, berichtet der Erste Beigeordnete Gerald Schmitz, der für die Bauangelegenheiten der Stadt zuständig ist: „In absehbarer Zeit muss das Dampfbad des Hotels erneuert und ein Küchenherd angeschafft werden – auch ist die Heizungsanlage veraltet.“ Zudem will die Stadt Geld in die Teilerneuerung der Bäder des Hauses investieren. „Wir planen damit, pro Jahr vier Bäder zu sanieren, die Kosten für ein Bad liegen bei 7000 Euro“, sagt Gerald Schmitz. Eine weitere Investition ist der Bau dreier Garagen, die dafür fälligen 60 000 Euro sind bereits im Haushaltsplan 2020 eingestellt. Dem Wunsch der Geschäftsführung des Hotels, einen Tagungsraum zu einer Suite auszubauen, will der Stadtrat nicht entsprechen. Für die anstehenden Sanierungs- und Umbauarbeiten werde ein Finanzierungsplan aufgestellt werden müssen, sagt der Chef der Bauabteilung. „Wenn die Stadt pro Jahr 100 000 Euro investiert, sind wir in drei Jahren mit allen Maßnahmen durch.“

Dazu brauche es jedoch eine Genehmigung durch den Stadtrat, der Bauausschuss könne angesichts der Höhe der Summe darüber nicht allein verfügen. Stimme der Stadtrat dem Finanzierungsplan zu, gebe es in den kommenden Jahren ein Ungleichgewicht: „Den Investitionen von 100 000 Euro jährlich stehen Pachteinnahmen von 72 000 Euro entgegen.“

Auch die Hotel Ausgustinerkloster GmbH selbst stecke rund 50 000 Euro im Jahr in Erhaltungsmaßnahmen sagt Schmitz. Das Hotel sei für die weitere Entwicklung der Stadt immens wichtig, heißt es aus den Reihen des Stadtrats. „Es sind nicht nur die rund 70 Arbeitsplätze die das Augustinerkloster bietet.“ Die sehr gute Belegung des Hauses und die dadurch große Zahl an Gästen über das gesamte Jahr hinweg belebe die Stadt, Gastronomen und Einzelhändler können sich über hohe Umsätze freuen. Der derzeitige Pachtvertrag mit den Betreibern Bernd Gutjahr und Jörg Mintrop läuft noch bis zum Jahr 2030.

Hillesheim will zeitnah einen eigenen Haustechniker abstellen, der anfallende Arbeiten im Hotel erledigen soll – und eventuell auch das hauseigene Schwimmbad unter seine  Fittiche nimmt. „Das würde eine weitere Kostenkontrolle und Einsparungen mit sich bringen“, sagt der erste Beigeordnete.